Stadtmarketing hält sich mit Kostenschätzungen zurück

Urgeschichtliches Zentrum könnte viel Geld bringen

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Archäologin Svea Mahlstedt vom Förderverein für ein Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen erläuterte geschichtliche Hintergründe.

Wildeshausen - Von Holger Rinne. Statistisch betrachtet erzeugt ein Tagestourist einen Umsatz von knapp 60 Euro, ein Übernachtungsgast sogar beinahe das Sechsfache. Bei prognostizierten 15.000 Besuchern jährlich könnte ein Urgeschichtliches Zentrum (UZW) für Wildeshausen eine Menge Geld zusätzlich pro Jahr einbringen. Diese Zahlen kamen am Mittwochabend während einer von der CDU organisierten öffentlichen Informationsveranstaltung zum UZW auf den Tisch. Was die Kosten desselben angeht, hielt sich Daniela Baron vom Stadtmarketing allerdings bedeckt.

Rund 50 Zuhörer verfolgten die Präsentation im Hotel „Wildeshauser Hof“ und erfuhren von Archäologin Svea Mahlstedt, Vorsitzende des Fördervereins UZW, etwas über die geschichtliche Bedeutung von Steingräbern und des Pestruper Gräberfeldes. Mit dem UZW könnte in der Kreisstadt ein Besucherzentrum der „Straße der Megalithkultur“ entstehen. Die Strecke führt von Osnabrück über das Emsland bis in die Wildeshauser Geest. Mit der Auszeichnung „Kulturweg des Europarates“ 2013 bekam die Route kulturhistorische Geltung in Europa.

Nach dem historischen Überblick ging es um Pläne für die Zukunft. „Das UZW ist ein großer Schatz, den wir heben müssen“, leitete Baron vom Stadtmarketing ihre Ausführungen ein. Das Zentrum könnte Teil eines Gesamtkonzepts sein, das in die städtebauliche Entwicklung Huntetor/Zwischenbrücken eingepasst werden könnte. Der innenstadtnahe Standort sei allein deshalb wichtig, weil Fördermittel aktuell nur über städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen zu bekommen seien. Deshalb sei die Nutzung des ehemaligen Feuerwehrhauses eine einzigartige Chance.

„Urgeschichte, Tradition, Stadt am Fluß“

Die nächsten Schritte werden die letzte Stadtkonferenz im April und dann die Fertigstellung des Konzeptes sein. Immerhin müssen die Fördergelder bis Mitte des Jahres beantragt werden. Die aus den Oberzielen „Urgeschichte, Tradition, Stadt am Fluß“ abgeleitete Konzeption stoße bei Tourismusveranstaltern und Investoren auf großes Interesse, so Baron.

Die einzige Frage aus dem Publikum musste zwangsläufig kommen: Was kostet das? „Die Planungen sind noch nicht so weit, dass konkrete Zahlen seriös genannt werden können“ , blieb Baron diese Auskunft schuldig.

CDU-Ratsherr Wolfgang Sasse entließ schlussendlich die Gäste mit einem klaren Auftrag: „Wir sind aufgefordert, mit breiter Brust durch Wildeshausen zu laufen und zu sagen: Das wollen wir!“

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