Dach eingestürzt, Straßen überflutet

Unwetter sorgt im Landkreis Oldenburg für Überschwemmungen 

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Das Gewicht der Wassermassen war zuviel für das Dach einer Waschanlage in Wildeshausen.

Landkreis  Oldenburg - Von Phillip Petzold. Ein harter Tag für einige Feuerwehren im Landkreis Oldenburg: Heftiger Regen hat am Donnerstag etliche Straßen überspült und Keller geflutet. Schwerpunkte des Unwetters waren der Hatter Ortsteil Sandkrug und die Stadt Wildeshausen. Dort brachten die Wassermassen sogar ein Firmendach zum Einsturz.

In kürzester Zeit gingen bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter nieder – zu viel für die Kanalisation. Das Wasser stand auf den Straßen, Gullydeckel wurden hochgedrückt.

In Wildeshausen war der Niederschlag so heftig, dass sein Gewicht das Dach einer Waschanlage am Westring einstürzen ließ. Anderswo sollten hastig aufgestellte Holzpalletten das Wasser in Bahnen lenken, doch auch die Gullys kapitulierten. Am schlimmsten betroffen war der Bereich vom Westring bis in die Innenstadt. So hatten die Wildeshauser sowie die nachalarmierten Wehren aus Düngstrup, Dötlingen und Neerstedt alle Hände voll zu tun und mussten insgesamt 36 Schadensstellen abarbeiten.

Zu viel Regen für die Kanalisation: Das Wasser sprudelte aus Gullydeckeln und flutete in Wildeshausen etliche Straßen.

Auch die Gemeinde Hatten erwischte es schlimm. Dort war insbesondere der Ortsteil Sandkrug betroffen. „Der erste Notruf ging um 18.06 Uhr ein“, berichtet Timo Nirwing, Pressesprecher der örtlichen Feuerwehr. Zehn weitere Einsätze sollten Folgen. Zu viel für die Sandkruger Wehr. Wegen der Dauer und Vielzahl der Einsätze wurden auch noch die Feuerwehren aus Wardenburg und Kirchhatten sowie das Technische Hilfswerk Wardenburg nachalarmiert. Keller waren vollgelaufen, die Straße „Schultredde“ überflutet und das Wasser drohte in die Turnhalle und in Geschäfte zu laufen. Das konnten die rund 70 Helfer, die bis etwa 23 Uhr im Einsatz waren, aber noch verhindern. Auch in der Gaststätte „Zum Pfefferkorn“ stieg das Wasser im Keller hoch. Der Betrieb bleibt für einige Tage geschlossen, bis die Schäden behoben sind.

Mit Barrieren aus Holzpaletten versuchten die Feuerwehren, die Fluten zu lenken.

Auch Jugendwehren des Landkreises waren von dem Unwetter betroffen – obwohl sie derzeit in der Gemeinde Jade sind. So mussten sie zwar nicht in den Einsatz, doch ihr Zeltlager in Mentzhausen wurde vorzeitig beendet. „Wir haben die Abschlussveranstaltung von Sonnabend auf Freitag vorgezogen, weil wir hier dermaßen am Absaufen sind“, schildert Feuerwehrsprecher Christian Bahrs. „Alles ist klitschnass, und die Klamotten trocknen nicht mehr.“ Außerdem sei der Zeltplatz komplett aufgeweicht. „Es war ein gutes Zeltlager. Auch wenn es ein bisschen feucht war, hatten wir eine super Stimmung“, resümiert Bahrs.

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