„Förderverein Gildefest“ hat Geld eingeworben

Unterstützung für Brauchtumspflege

Der Vorstand des Vereins: Ernst-Dieter Frost, Manfred Wulf, Siegbert Schmidt und Jörn Röhr (v.l.).
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Der Vorstand des Vereins: Ernst-Dieter Frost, Manfred Wulf, Siegbert Schmidt und Jörn Röhr (v.l.) bei der Gründung in November 2019.

Wildeshausen – Ob es in diesem Jahr ein Gildefest geben wird, steht in den Sternen. Vielleicht, so die Planung der Schützengilde, könnte das Fest in geringerem Umfang gefeiert werden. Die Generalversammlung am 20. Februar in der Widukindhalle und das für den 17. März geplante Schaffermahl im historischen Rathaussaal dürften aller Voraussicht der Corona-Pandemie zum Opfer fallen.

Damit sind wesentliche Anlässe der Brauchtumspflege in der Kreisstadt erneut gefährdet, was nicht nur die Schützengilde hart treffen dürfte, sondern auch viele beteiligte Vereine. Umso wichtiger ist in diesem Zusammenhang die Gründung eines „Fördervereins Gildefest Wildeshausen“ im November 2019 gewesen – obwohl damals noch niemand etwas von der Pandemie ahnte.

Vereinsgründung liegt ein Jahr zurück

Zweck des Vereins ist nach Angaben des zweiten Vorsitzenden Manfred Wulf, die Heimat – insbesondere die Stadt Wildeshausen – in ihrer natürlichen und geschichtlichen Eigenart zu erhalten und bei ihrer Neugestaltung mitzuwirken. Dabei komme beispielsweise der Pflege und Ausübung des überlieferten Brauchtums eine besondere Bedeutung zu.

Nachdem die Vereinsgründung vor rund einem Jahr bekannt gegeben worden war, war zunächst nicht viel von weiteren Aktivitäten zu hören. „Wir sind voll in die Coronazeit reingerutscht“, so Wulf. Dennoch habe man recht schnell einige Mitglieder für den Verein gewinnen können und sogar einige Spenden bekommen. „Wir haben nennenswerte Beträge eingeworben“, erzählt Wulf.

Nun lägen diverse Vorschläge auf dem Tisch, wie Initiativen der Brauchtums- und Heimatpflege unterstützt werden sollen. „Das ist gerade in Zeiten wichtig, in denen die Kommunen wegen der Coronakrise weniger für freiwillige Leistungen ausgeben können“, erklärt Wulf. „Hier gibt es jetzt einen großen Bedarf.“

Nächste Versammlung noch ungewiss

Wann darüber befunden wird, welche Vereine unterstützt werden können, steht noch nicht fest. Die Jahreshauptversammlung des vergangenen Jahres ist zunächst auf den Februar verschoben worden. Ob es dann ein Treffen geben kann, weiß derzeit aber noch niemand.

Laut Statuten des Fördervereins soll unter anderem die Durchführung von Veranstaltungen, wie beispielsweise stadtgeschichtliche Vorträge oder Lesungen, die vornehmlich die historische Stadtentwicklung Wildeshausens betreffen, unterstützt werden. Der Vorstand setzt sich zusammen aus dem ersten Vorsitzenden Siegbert Schmidt, seinem Stellvertreter Wulf, Ernst-Dieter Frost als Schriftführer und Jörn Röhr als Kassenwart.

Obwohl der Vorstand aus Mitgliedern des Offizierskorps der Schützengilde besteht und der Name darauf hindeutet, soll der Verein nicht die Gilde und das Fest zu Pfingsten unterstützen. „Wir haben mittlerweile einige Mitglieder, die nicht Offiziere sind“, betont Wulf. Die Mitgliedschaft kostet 75 Euro für alle Personen über 18 Jahre. Wer Interesse hat, kann Wulf per E-Mail an wulf.manfred@gmx.de schreiben. Dort kann auch die Satzung angefordert werden.

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