Unternehmen Schade Maschinenbau sucht händeringend junge Menschen

Mit Ape auf der Suche nach Auszubildenden

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Die Auszubildenden Sören Prins und Christian Grabert mit ihrem Ausbilder Andraes Kirk (von links).

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Wenn die blaue „Ape 50“ am Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen Station macht, dann müssen die Mitarbeiter der Firma Schade Maschinenbau nicht mehr lange auf ihr Essen warten, denn der kleine italienische Kult-Flitzer dient als Transportfahrzeug für den Mittagstisch.

Am Steuer sitzt außer den Auszubildenden nicht selten Dirk Schade, Geschäftsführer und Gesellschafter des 1969 von Kurt Schade gegründeten Unternehmens an der Visbeker Straße. Aber er nutzt das niedliche Fahrzeug auch als Werbeträger. Jedoch nicht, um etwa nur für sein Unternehmen zu werben, sondern vielmehr dafür, junge Menschen zu animieren, sich zu bewerben, um den Beruf des Industriemechanikers oder CNC-Zerspaners zu ergreifen. „Zeig was in dir steckt – mach deine Ausbildung bei Schade Maschinenbau“, steht daher auf der Ape.

Während der Industriemechaniker als Schlosser, Schweißer und Monteur tätig ist und große Bauteile nach Zeichnung heftet, verschweißt und richtet oder komplette Anlagen montiert, bearbeitet der CNC-Zerspaner große Stahlbauteile oder Gußkörper auf computergesteuerten Werkzeugmaschinen.

„Wir suchen in der Tat händeringend Auszubildende, daher drehe ich mit der Ape auch schon mal meine Runden in der Nähe des Schulzentrums“, betont Schade. Es sei ein großes Problem, junge, fleißige und willige Menschen zu finden, die einen solchen Industriewerksberuf ergreifen möchten: „Voraussetzungen sind mindestens ein guter Hauptschulabschluss, Mathe-Kenntnisse und handwerkliches Geschick. Wir tun alles, um uns eigene Leute aufzubauen. Die Chancen, nach der Lehrzeit übernommen zu werden, sind wirklich sehr gut.“ Derzeit habe das Unternehmen 45 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende.

Schade weiß, dass es sehr viele Wildeshauser gibt, die absolut nicht wissen, was hinter den großen Hallentoren vor sich geht und wie interessant dieser Job ist: „Unser Auftragslage ist sehr gut, der Job ist also sicher. Unsere Produkte, die wir im Auftrag fertigen, gehen in die ganze Welt.“ Gefertigt werden große Industriepressen, Kompressorengehäuse, Getriebe für Schiffsantriebe und komplette Anlagen für die Baustoffindustrie, um nur einige Dinge zu nennen.

„Wir bekommen unsere Aufträge vom großen, schweren Maschinenbau in Deutschland. Somit gibt es bei uns keine Serienfertigung, maximal werden mal fünf Einheiten von einem Produkt gefertigt.“ Das Unternehmen sei mit den Maschinen und Betriebsmitteln stets auf dem neuesten Stand: „Nur so ist es möglich, die hohen Anforderungen der Auftraggeber zu erfüllen. Immerhin arbeiten wir mit unseren großen CNC-Maschinen mit einer Genauigkeit von 0,01 Millimetern.“

Für die Mitarbeiter bietet Schade sogar Betriebssport an, damit sie fit bleiben. „Sie haben die Möglichkeit, für sehr wenig Geld in den verschiedensten Fitness-Studios zu trainieren. Es ist eben sehr wichtig, etwas zu tun, um den Job attraktiv zu machen.“ Derzeit nähme etwa die Hälfte der Kollegen das Angebot an.

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