Nur noch sieben Jugendliche in Steinkimmen / Kein Sicherheitsdienst mehr benötigt

Unbegleitete, minderjährige Ausländer fast alle verteilt

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Wildeshausen - Von den einstmals mehr als 80 unbegleiteten, minderjährigen Ausländern, im Fachjargon als Umas abgekürzt, sind nur noch sieben auf dem Jugendhof Steinkimmen, der als zentrale Aufnahmestelle gedient hatte. Diese aktuellen Zahlen präsentierte Jugendamtsleiter Martin Ahlrichs am Dienstagabend dem Jugendhilfeauschuss des Landkreises Oldenburg.

Das Gremium segnete einstimmig die Kosten von 5 300 Euro pro betreutem Minderjährigen und Monat ab. Noch bis etwa Mitte September sollen Umas auf dem Gelände in der Gemeinde Ganderkesee leben. Für alle ist eine Anschlussbetreuung konkret geplant.

Die Umas seien eine Personengruppe, der ein bedenklicher Ruf vorausgegangen sei, sagte Ausschussmitglied Michael Grashorn (Grüne), aber es seien einfach „junge Menschen gekommen, die ihren Weg suchen und in einer besonderen Lebenssituation sind“. Laut Ahlrichs gibt es inzwischen auch keinen Sicherheitsdienst mehr – dieser habe auch nur in einem Fall eingreifen müssen.

Was die Integration der Umas angeht, sind zwar fast alle in anschließenden Betreuungen untergebracht, für ein Fazit sei es dennoch zu früh, so Landrat Carsten Harings. Auch angesichts der Tatsache, dass der Landkreis vor nicht einmal einem Jahr von den Flüchtlingen nahezu überrollt worden sei. „Derzeit werden wir verschont von weiteren Zuläufen“, freute sich Harings. „Hoffen wir, dass das lange anhält, damit wir unsere Kräfte auf die Integration konzentrieren können.“ Im Hinblick auf die Eingliederung der Flüchtlinge in die Gesellschaft drückte er seinen Optimismus aus.

Auch Ahlrichs vermittelte den Eindruck, dass es vorangeht. Er berichtete, man haben gemeinsam mit dem Umas Weihnachten gefeiert, Ausflüge gemacht und für die Beschulung gesorgt. Auch die Erlebnisse der Flucht würden aufgearbeitet.

Auf dem Jugendhof Steinkimmen läuft derweil wieder der Seminarbetrieb. Auch Schulklassen waren schon dort. Folgekosten aus der Belegung, die seit dem 9. November vergangenen Jahres andauert, entstehen dem Landkreis keine.

Zudem beschäftigte der Ausschuss sich noch mit der Betreuungseinrichtung des Landkreises für Kinder „Lütte Lü“. Die Gebühren waren kürzlich vom Kreistag um fünf Prozent angehoben worden. Das Angebot sei ein Vorbild für andere Kommunen und auch Firmen geworden, so Harings, der die Steigerung mit Blick auf höhere Lohnkosten befürwortet hatte. Die Belegung mit Kindern von Kreis-Mitarbeitern läge bei fast 90 Prozent. - bor

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