Jens-Peter Hennken (CDW) kritisiert SPD

„Umsetzung der Dränage im Krandel wäre Steuerverschwendung“

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Wenn es regnet, ist der Platz 1 im Krandel schnell nicht mehr bespielbar. Eine Dränage ist aber nicht mehr gewünscht.

Wildeshausen - Die Diskussion über den Sinn der Installation einer Dränage auf Platz 1 des Krandels sowie den vom VfL Wittekind Wildeshausen gewünschten Kunstrasenplatz geht weiter. Nun reagiert Ratsherr Jens-Peter Hennken von der CDW auf eine Pressemitteilung der SPD in der vergangenen Woche (wir berichteten).

Die Sozialdemokraten hatten darin betont, sich weiter für die Dränage einsetzen zu wollen – obwohl das Projekt vom VfL mittlerweile abgelehnt wird.

„Eine Umsetzung dieser Maßnahme unter diesen Voraussetzungen hätte das Potenzial, Wildeshausen als Steuerverschwender überregional bekannt zu machen oder den Eintrag in das Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler zu sichern“, kritisierte Hennken in einer Stellungnahme. „Die in den Haushalt eingestellten Mittel sind zweckgebunden ausschließlich zum Bau einer Dränage vorgesehen. Wenn diese nicht mehr benötigt wird, sind die Mittel aus dem Haushalt zu streichen.“ 

Dieses Vorgehen entspreche auch der Leitlinie des Vorsitzenden des Finanzausschusses, Wolfgang Sasse (CDU), erklärte der CDW-Ratsherr. „So ist es Sasse, der regelmäßig den Kassensturz sowie die Streichung von Haushaltsresten und somit Klarheit und Wahrheit im städtischen Haushalt fordert. Dieser Forderung schließe ich mich an. Wenn es der Wunsch der SPD ist, Gelder für einen Kunstrasenplatz in den Haushalt einzustellen, so empfehle ich, einen entsprechenden Antrag zu stellen.“

Problem der nassen Plätze  

Der Christdemokrat verweist darauf, dass der Abteilungsleiter Fußball im VfL Wittekind, Ottmar Jöckel, am 17. August 2017 den Mitgliedern im Fachausschuss berichtet habe, dass im Hinblick auf die nassen Trainingsplätze im Krandel ein geregelter Spiel- und Trainingsbetrieb im Herbst nicht mehr gewährleistet sei. Dieses sei von der Krandelverwaltung bestätigt und dem Ausschuss der Vorschlag zur Installation einer Dränage unterbreitet worden.

„Daraufhin habe ich den Antrag gestellt und verlangt, die Kosten hierfür zu ermitteln sowie entsprechende Mittel in den Haushalt einzustellen. Jetzt, zwölf Monate später, wurde dem Ausschuss in einer Beschlussvorlage erklärt, dass die Dränage aus Sicht der Fußballabteilung des VfL als nicht mehr zielführend im Sinne des Sports angesehen wird“, berichtete Hennken. Deshalb habe er beantragt, die Maßnahme nicht mehr umzusetzen und die zweckgebundenen Mittel aus dem städtischen Haushalt zu streichen. 

„Verantwortungsvolles Handeln bedarf der Bereitschaft zur Korrektur falscher Entscheidungen. Dieses hat die Mehrheit im Ausschuss bewiesen. Umso unverständlicher ist es, dass die SPD diese Entscheidung nun kritisiert. Hier geht es nicht um die Zurücknahme einer Zusage, sondern um die Anpassung einer Entscheidung an neue Erkenntnisse“, so Hennken. „Warum sollten wir eine Dränage bauen, wenn die vermeintlichen Nutznießer deren Nutzen infrage stellen?“

dr

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