Malteser übernehmen Fachmarktgebäude am Westring

Umbau zum Impfzentrum Wildeshausen startet

Ansicht des ehemaligen Euronics-Gebäudes
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Zukünftig Impfzentrum: Das Fachmarktgebäude am Westring wird jetzt umgebaut.

Die Vorbereitungen für die Einrichtung des Wildeshauser Impfzentrums laufen. Frank Flake von den Maltesern gibt einen Einblick in die Arbeiten.

  • Das Impfzentrum des Landkreises Oldenburg entsteht am Westring in Wildeshausen.
  • Ein Messebauer bereitet die Inneneinrichtung vor.
  • Das Personal wurde bereits eingestellt.

Wildeshausen – Am Mittwoch war Schlüsselübergabe, sechs Tag später – am Dienstag, 15. Dezember – soll das Impfzentrum des Landkreises Oldenburg in der Immobilie des ehemaligen Euronics-Marktes am Westring in Wildeshausen einsatzbereit sein.

Frank Flake, Bereichsleiter Notfallversorgung bei den Maltesern, arbeitet mit seinem achtköpfigen Team mit Hochdruck daran, dass der ehrgeizige Plan Wirklichkeit wird – auch wenn ab dem 15. Dezember noch kein Impfstoff bereitstehen dürfte.

Flake ist seit 31 Jahren bei den Maltesern und hat unter anderem während des hohen Flüchtlingszuzuges im Jahr 2015 in kürzester Zeit Betreuungs- und Wohnzonen in Wildeshausen aufgebaut.

1 300 Quadratmeter Fläche

Auf die Idee, das Einzelhandelsgebäude mit knapp 1 300 Quadratmetern Nutzfläche für die Einrichtung des Impfzentrums zu nehmen, waren die Malteser gekommen, als sie überlegten, welche Immobilien in der Kreisstadt derzeit leer stehen und schnell genutzt werden können. Sie fanden den richtigen Ansprechpartner in der Lidl-Zentrale in Cloppenburg und besichtigten die Liegenschaft vor wenigen Tagen. Mieter ist aber der Landkreis Oldenburg, der einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 abgeschlossen hat. Er beinhaltet eine Verlängerungsoption bis zum 31. Dezember 2021. Danach möchte Lidl das Gebäude abreißen.

Messebauer baut Kabinen auf

„Die Immobilie ist optimal gelegen, alle Anschlüsse sind vorhanden“, freut sich Flake. „Lidl hatte die Fläche bisher als Lager genutzt. Die Waren sind aber schon ausgeräumt.“

Zunächst muss nun ein Messebauer aus der Region aktiv werden. So wird der gesamte Raum mit PVC-Boden ausgelegt, weil das Material unempfindlich gegen Desinfektionsmittel ist. Im Anschluss errichtet der Messebauer insgesamt drei Impfstraßen mit Leichtbauwänden.

Das Personal für den Betrieb des Zentrums ist nach Flakes Angaben bereits engagiert. Zunächst werden 25 Angestellte mit medizinischer Ausbildung benötigt. Sie sind impfberechtigt und stellen zudem zwei mobile Impfteams, die unter anderem Senioreneinrichtungen im Landkreis besuchen. Die Ärzte werden vom Land Niedersachsen eingestellt.

Impfgespräch erforderlich

Wenn das Zentrum in Betrieb ist, gelangen die Besucher zunächst in einen Empfangsbereich, in dem die Körpertemperatur gemessen wird. Jeder muss eine Maske tragen. Nach der Registrierung, bei der unter anderem geprüft wird, ob der Impfwillige einen Termin hat, müssen weitere Dokumente zur Person ausgefüllt werden.

Das Impfgespräch mit einem Arzt, der vier Kabinen betreut, dauert in der Regel bis zu fünf Minuten. Anschließend geht es zur Impfung und danach in die Wartezone. Die Prozedur soll inklusive 30 Minuten Warten etwa eine Stunde dauern. Ein Arzt kann in 60 Minuten bestenfalls bis zu 20 Personen beraten.

Impfungen an sechs Tagen in der Woche

„Wir beginnen zunächst mit einer Impfstraße“, berichtet Flake. Man wisse ja derzeit gar nicht, wie viel Serum geliefert werde. Die Ampullen würden mit Trockeneis gekühlt von einem Logistiker geliefert und seien im Impfzentrum in speziellen Kühlschränken bis zu fünf Tage haltbar.

Derzeit ist geplant, das Zentrum von Montag bis Samstag jeweils von acht bis 17 Uhr zu öffnen. „Wir werden die Zeiten überprüfen“, so Flake. „Wenn es zusätzlichen Bedarf gibt, können wir selbstverständlich darauf reagieren.“

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