Neubau oder Umzug gegen Raumnot

Umbau der Holbeinschule ist vom Tisch

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Der Standort von St.-Peter- und Holbeinschule ist nicht für einen Ausbau vorgesehen.

Wildeshausen - Mit welchen Maßnahmen begegnet die Stadt Wildeshausen der Raumnot an den Grundschulen? Bereits im Sommer hat ein Planungsbüro dem Stadtrat mehrere Möglichkeiten vorgestellt, wie durch bauliche Veränderungen eine Entlastung geschaffen werden kann.

Zunächst hatten die Politiker beschlossen, drei Varianten eingehend zu prüfen. Dazu gehörten der Umbau der Hunteschul-Immobilie an der Heemstraße zur Nutzung durch eine zweizügige Grundschule, der Neubau einer zwei- oder vierzügigen Grundschule mit oder ohne Sporthalle sowie ein Anbau an der Liegenschaft Holbein- und St.-Peter-Schule. Die letzte Variante ist nach einem Beschluss des Verwaltungsausschusses nun endgültig vom Tisch, weil der Schulstandort viel zu groß werden würde.

Somit fällt die Entscheidung voraussichtlich im Frühjahr zwischen einem Schulneubau und der Nachnutzung der Hunteschule. Letztere bezeichnete Ratsherr Stephan Rollié (CDU) jedoch schon als „Geiz-ist-geil“-Variante, weil das Gebäude seiner Ansicht nach nicht für eine zweizügige Grundschule geeignet sein dürfte.

Die SPD hingegen kann sich mit dem Plan durchaus anfreunden. „Es ist vernünftig, verlässliche Richtwerte zu bekommen“, so Woldemar Schilberg. Bislang sei das Thema sehr emotional diskutiert worden. „Wir müssen einfach schauen, was wir umsetzen und bezahlen können“, so der Sozialdemokrat. „Erst, wenn wir drei Kostenschätzungen haben, können wir seriös entscheiden.“

„Warum kommen wir nicht langsam in die Socken?“

Für Manfred Rebensburg (Grüne) gibt es eigentlich nur zwei Varianten: Eine neue zweizügige Grundschule und die Nutzung der Hunteschule. „Ich stimme zu, dass eine vierzügige Grundschule geprüft wird, aber nur, damit jeder sieht, dass das viel zu teuer wird“, erklärte er im Rat. Angesichts der schwierigen Haushaltssituation sei allerdings die Nutzung der Hunteschule die bessere Variante.

Für den fraktionslosen Karl Schulze Temming-Hanhoff ist völlig unverständlich, warum die Stadt nicht schon lange einen Schulneubau im Bereich der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (StEM) realisiert hat. „Im Bebauungsplan ist am Moorweg eine Schule eingeplant“, betonte er. „Warum kommen wir nicht langsam in die Socken?“ Bei der von der CDU angeregten Fläche für einen Schulbau am Lehmkuhlenweg müssten noch die Bebauungspläne geändert werden. „In der StEM ist alles vorbereitet“, so Temming-Hanhoff

Nun liegt die Entscheidung ohnehin erst einmal beim Landkreis. Dort soll in den kommenden Wochen entschieden werden, ob es zu einer Rückübertragung der Hunteschul-Liegenschaft kommt. Dann müssten die Schüler ab der siebten Klasse schon ab nächstem Sommer zu einem anderen Förderschul-Standort im Landkreis fahren. - dr

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