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Ukrainer in Wildeshausen aufgenommen: Ein Dankeschön für die Helfer

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Von: Ove Bornholt

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Dank Spenden verfügen die Flüchtlinge über Fahrräder.
Dank Spenden verfügen die Flüchtlinge über Fahrräder. © Cordugas

Die Familie Cordugas aus Wildeshausen hat ukrainische Flüchtlinge aufgenommen. Jetzt möchte sie sich bei den zahlreichen Helfern bedanken.

Wildeshausen – So manche Familie in Wildeshausen und umzu hat ukrainische Flüchtlinge aufgenommen. Auch bei Sybille und Rainer Cordugas in der Kreisstadt sind Menschen untergekommen, die vor dem Krieg in ihrer Heimat nach Deutschland geflohen sind. Jetzt planen die Gastgeber für Ostermontag, 18. April, ab 11.30 Uhr beim Wein-Kontor an der Dr.-Klingenberg-Straße ein „Kennenlern“-Treffen mit Getränken und Würstchen vom Grill für alle, die die Geflüchteten unterstützt haben.

Rückblick: Nach drei Tagen Flucht kommen zwei ukrainische Frauen am 21. März mit jeweils einem Kind in Wildeshausen an. „Inna ist 30 und Lilya 40 Jahre alt, Polina ist fünf und Ilya zehn“, so Sybille Cordugas. Die Familien seien miteinander bekannt, eine der Mütter sei Patentante für das Kind der anderen. Die Ukrainer seien aus Charkiw geflohen. „Ihre Männer mussten zurückbleiben, weil die ja nicht ausreisen dürfen“, berichtet Cordugas. Am 23. März habe sie die Geflüchteten kennengelernt. Ihr Mann und sie hätten Dr. Iryna Rybakovska, die beim Johanneum beschäftigt ist, bei der Unterbringung unterstützen wollen. Am 3. April zog das Quartett dann bei Familie Cordugas ein.

„Wir haben eine Wohnung bereitgestellt, hergerichtet, Möbel dafür organisiert und aufgestellt, Sachen für die Kinder eingeworben, uns per Übersetzungshandy mit den Frauen verständigt, den Kindern Plätze an der St.-Peter-Schule und Sportmöglichkeiten organisiert. Ilya spielt Fußball und Polina geht zum Kunstturnen“, fasst Cordugas die bisherigen Bemühungen zusammen. „Eine Kindergartenbetreuung fehlt uns allerdings noch.“ Dafür hätten die Frauen bereits Zusagen für eine Arbeitsstelle. Sie würden im Service beim „Wildeshauser Hof“ beschäftigt.

Weitere Hilfe wird gebraucht

Als Sponsoren oder durch tatkräftige Unterstützung hätten viele Wildeshauser dazu beigetragen, die Wohnung mit allem Möglichen auszustatten – von Betten und einer Waschmaschine über Küchenutensilien bis hin zu einem Fernseher, Föhn und Handtüchern. Für die Kinder seien Spielzeug, Fahrräder und ein Skateboard abgegeben worden. „Jetzt möchten Rainer und ich uns bei euch allen, die mitgeholfen haben, zusammen mit Lilya, Ilya, Inna und Polina bedanken“, sagt Sybille Cordugas.

Wie berichtet, haben zahlreiche Menschen im Landkreis Oldenburg Wohnraum oder Hilfsgüter bereitgestellt. Weiterhin können auf der Internetseite www.oldenburg-kreis.de Wohnungen und Sachspenden eingetragen werden. Gesucht werden darüber hinaus Sprachmittler, die Ukrainisch und/oder Russisch sprechen. Bei Gängen zum Amt oder alltäglichen Erledigungen sind Übersetzungstätigkeiten notwendig. Per E-Mail an sprachmittler@oldenburg-kreis.de können sich Interessierte melden und erhalten weitere Informationen. Neben den Portalen hat die Kreisverwaltung ein Bürgertelefon unter der Nummer 04431/85955 zum Thema „Ukrainehilfe“ eingerichtet.

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