Harpstedter wollte Platzverweis nicht akzeptieren und muss 1 200 Euro zahlen

Üble Beleidigungen vor Shisha-Bar

Wildeshausen - Teuer zu stehen kommen einem 45-jährigen Harpstedter zwei Beleidigungen gegen Polizeibeamte, die ihm vor einer Shisha-Bar in Wildeshausen ein Platzverbot erteilt hatten. Der Mann hatte gegen einen Strafbescheid von 1.600 Euro Einspruch eingelegt und muss nun nach einer Verhandlung vor dem Amtsgericht in Wildeshausen 1 .200 Euro sowie die Kosten des Verfahrens zahlen. Der Mann hatte schon vier Einträge im Bundeszentralregister, die sich nachteilig auswirkten.

Zu der Konfrontation zwischen dem Harpstedter und den Ordnungshütern war es am 10. April in der Wildeshauser Innenstadt gekommen. Dort feierte der 45-Jährige mit Freunden einen Junggesellenabschied. Um 7.20 Uhr wurde die Polizei alarmiert, weil es in der Bar offenbar zu Streitigkeiten mit Mitgliedern eines Motorradclubs gekommen war, zu dem auch der Angeklagte gehört. Dieser stand allerdings zusammen mit einem Kumpel vor der Bar und konnte gar nicht verstehen, warum er „grundlos“ einen Platzverweis erhielt. Er titulierte einen Polizisten als „Fotze“ und kündigte einem anderen Beamten kurz darauf an: „Ich piss dir richtig schön in den Schädel.“

Vor Gericht bestätigte der Harpstedter den Vorfall weitgehend, konnte sich an seine Wortwahl aber nicht mehr erinnern. Er entschuldigte sich bei den Beamten und musste sich von der Richterin erklären lassen, dass der Platzverweis der Polizei rein präventiven Charakter hatte. „Sie müssen gar nichts getan haben“, so die Richterin. „Wenn da sechs Beamte vor Ort waren, dann war in der Bar was los.“ Dann müsse die Polizei ihre Arbeit verrichten können und dürfe Platzverbote erteilen, ohne diese genau zu begründen.

Das sah der Angeklagte ein und führte sein Verhalten auf sein aufbrausendes Gemüt und den Alkoholkonsum zurück. Die Höhe der Strafe empfand er zwar als zu hoch für eine Beleidigung. Er kündigte aber zumindest im Gerichtssaal keinen Einspruch an. 

dr

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