Seit 40 Jahren bei Atlas Weyhausen

Reinhard Klatt: Mit Überschlag zur Prüfung

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Im Schatten des Radlader-Flackschiffs „AR 250“: Abteilungsleiter Marco Mens, Jubilar Reinhard Klatt, Geschäftsführer Klaus Brunkhorst und Betriebsrat Stefan Alberding (von links).

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Seit 40 Jahren ist der 57-jährige Reinhard Klatt bei der Firma Atlas Weyhausen in Wildeshausen beschäftigt. Im Rahmen einer Feierstunde wurde er dafür am Freitag von Geschäftsführer Klaus Brunkhorst geehrt.

An eines konnte sich der Jubilar noch sehr gut erinnern – an seine Gesellenprüfung, die wegen eines Unfalls fast ausgefallen wäre. „Ich habe meine Lehre zum Maschinenschlosser am 1. August 1977 hier begonnen. Im Januar 1981 waren wir dann mit drei Lehrlingen von Atlas Weyhausen auf dem Weg nach Lemförde zur Prüfung“, so der Jubilar. 

Aber die Fahrt habe nicht lange gedauert: „Es war Winter und glatt, in Visbek hatten wir einen Unfall. Unser Auto hat sich überschlagen.“ Mit dem Fahrzeug des vierten Kollegen aus Visbek sei die Fahrt dann fortgesetzt worden. „Natürlich sind wir gefragt worden, ob wir angesichts dieses Vorfalls überhaupt an der Prüfung teilnehmen wollen. Am Ende hatten wir nicht nur unsere Gesellenbriefe sicher, wir alle haben bestanden, sondern auch noch eine Anzeige wegen Entfernens vom Unfallort an der Backe.“

Übernahme war selbstverständlich

Damals sei es selbstverständlich gewesen, dass die Lehrlinge übernommen werden. „Für mich war es keine Frage, ich wollte im Betrieb bleiben“, so Klatt. „Auch in den vergangenen 20 Jahren sind wir hier nicht anders verfahren, die Lehrlinge wurden alle übernommen“, fügte Stefan Alberding vom Betriebsrat an.

Ein Jahr lang hat Klatt seinerzeit als Geselle im Bereich Stahlbau/Kabinenbau gearbeitet, ehe es für 15 Monate zur Bundeswehr ging. „Danach bin ich praktisch fürs Lager abgeworben worden und Lagerist geworden“, erzählte der Jubilar. Später wechselte er als Lagerist ins Versandlager für Geräte. „Das ist ein Posten, der sehr viel mit Verwaltung zu tun hat“, betonte Brunkhorst.

Flexibilität ist gefragt

Nach einem weiteren Wechsel in die Lagerverwaltung ist Klatt sei Januar 2010 wieder im Warenausgang für den Geräteversand tätig. „Auf diesem Posten ist oft Flexibilität gefragt, weil die Zeit manchmal recht knapp werden kann“, so Klatt. „Wir haben auch schon zu Weihnachten bei Eis und Schnee verladen.“

Das war eine Aussage, die der Geschäftsführer nur bestätigen konnte: „Wir haben hier wirklich ein tolles Team, das stets an einem Strang zieht, um die Aufträge fristgerecht zu erledigen. In der Baumaschinen-Branche herrsche ein ständiges Auf und Ab: „Kontinuität gibt es nicht. Entweder es brummt oder es ist ruhig, dazwischen liegt einfach nichts.“ 

Und wenn es brumme, sei jeder gefragt. „Und da ziehen unsere Kollegen immer alle mit. So können wir einiges überstehen.“ Gerade der Versand der Geräte sei oft eng bemessen: „Die Maschinen fürs Ausland müssen punktgenau in den Häfen sein. Die kleineren kommen hier in Container, und die großen Radlader werden mit Tiefladern transportiert und mit Ro-Ro-Schiffen verschifft.

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