Bürgerinitiative erstattet im Juni 91 Anzeigen 

Überregionaler Lastverkehr nutzt weiter illegale Durchfahrt

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An der Goldenstedter Straße erfahren die Lasterfahrer sofort, dass sie über einen Umweg ans Ziel kommen.

Wildeshausen - Es gibt zwar seit zwei Monaten viele neue Schilder in der Stadt Wildeshausen, die auf das Durchfahrverbotder Wittekind- und Kaiserstraße hinweisen. „Doch es lässt sich bereits jetzt feststellen, dass das keinerlei Auswirkungen auf den überregionalen Schwerverkehr hat – und damit auf die hier besonders problematischen 40-Tonner“, kritisiert die Bürgerinitiative (BI) Kaiserstraße in einem Brief an die Stadtverwaltung.

„Die Fahrer wissen nichts von dem Risiko, sich hier eine Anzeige zu fangen. Sie sind vorher ihrem Navigationsgerät gefolgt und haben die Einfahrverbotsschilder ignoriert, und sie tun es auch weiterhin“, klagt die Initiative, die im vergangenen Monat 91 Anzeigen erstattet hat.

Die Mitglieder gehen davon aus, dass sich allein durch Schilder nur eine Veränderung einstellen kann, wenn – wie schon vorher von ihnen angeregt – zusätzlich zu den Einfahrverbotsschildern auch Hinweise mit der zu nutzenden Route aufgestellt werden.

„Geradezu vorbildlich gelöst ist dies bei der Einfahrt nach Wildeshausen aus Richtung Goldenstedt kommend“, heißt es in den Ausführungen. Für den Lasterfahrer sei klar zu erkennen, dass er geradeaus nicht weiter dürfe. Und gleichzeitig zeige ihm das Hinweisschild deutlich an, dass er links über den Westring alle Ziele erreichen könne. Das funktioniere in der Regel einwandfrei. „Es ist nicht zu verstehen, warum es derartige Lösungen nicht auch aus Richtung Visbek, Ahlhorn, Kreuzung Gut Altona und Harpstedt kommend gibt“, moniert die Initiative. Auch das gerade an der Kreuzung in Altona installierte Schild signalisiere dem Schwerlastverkehr nur, dass es nach 1,4 Kilometer nicht weitergeht. „Dass der Fahrer aber, wenn er geradeaus fährt, alle Ziele legal erreichen kann, wird ihm nicht mitgeteilt“, so Ulrich Stolle-Warkotz von der BI. „Außerdem weiß der Lasterfahrer nicht, ob er vielleicht vorher noch eine Möglichkeit bekommt, abzubiegen. Also biegt er darauf hoffend einfach mal ab.“

Das Schild an der Altona-Kreuzung zeigt das Durchfahrtsverbot an, teilt dem Schwerlastverkehr aber nicht mit, wie das angepeilte Ziel auf erlaubtem Weg erreicht werden kann. 

Der regionale Lastverkehr meidet nach Einschätzung der Anwohner mittlerweile wegen der vielen erstatteten Anzeigen inzwischen weitgehend die Strecke. Auch die Busse halten sich deswegen zunehmend an das für sie neue Einfahrverbot.

„Einige der im vergangenen Monat angezeigten Laster mit Fahrtrichtung Süden (unbeschränktes Einfahrverbot) sind uns als Anlieferer bekannt“, merkt die Initiative an. Hier bleibe abzuwarten, ob sie nach der Anzeige zukünftig in die vorgegebene Fahrtrichtung Norden ausfahren werden. Oder ob sie gegenüber der Bußgeldstelle zu Recht geltend machen würden, nach Anlieferung völlig legal vom Hof des Lieferantenswieder in Richtung Pestruper Straße ausgefahren zu sein. „Dort fehlt nämlich immer noch ein zusätzliches Einfahrverbotsschild auch in der scharfen Kurve eingangs der Kaiserstraße, was dies unmöglich machen würde“, heißt esvon der BI. - dr

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