Fertigstellung im Herbst

Über dem Feuerwehrhaus weht der Richtkranz

Die Feuerwehrleute trugen den Kranz einmal um das Haus, dann wurde zünftig gefeiert. - Foto: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Pünktlich um 16 Uhr begann am Freitag das Richtfest für das neue Feuerwehrhaus in der Pagenmarsch. Diesmal gab es nur Gutes zu berichten, denn der Dachstuhl ist fertig, das Dach ist geschlossen, und die meisten Rolltore sind installiert. Es geht voran.

Geladene Gäste aus dem Stadtrat, der Verwaltung, von den Baufirmen und die Architekten sowie natürlich die Nachbarn und die Feuerwehrleute waren vor Ort und konnten ganz entspannt Gulasch- oder Erbensuppe sowie Heiß- und Kaltgetränke genießen.

Komplizierter Bauverlauf wurde auch vom Fernsehen dokumentiert

In wenigen Sätzen erinnerte Bürgermeister Jens Kuraschinski daran, dass man mit bei Weitem nicht so vielen Beteiligten am 16. Dezember den Grundstein gelegt hatte. „Seitdem ist viel passiert“, sagte er und hielt ein Foto hoch, das das Dach des Hauses mit HSV-Emblem zeigte. Dabei hatte es sich allerdings um einen Aprilscherz der Feuerwehr gehandelt. Diesen nahm der Bürgermeister schmunzelnd zum Anlass, vorzuschlagen, dass man doch nun den SV Werder Bremen bitten könnte, als Sponsor aufzutreten. Man müsse dann aber die Fahrzeuge grün-weiß gestalten. „Kein Problem“, fand Ortsbrandmeister Hermann Cordes. „So lange das Blaulicht bleibt.“

Insgesamt 34 Mal ist das Stichwort Feuerwehrhaus im Ratsinformationssystem verzeichnet, 145 Mal gar kommt das Stichwort Pagenmarsch vor, was zeigt, dass der Weg zum Bau des neuen Gebäudes steinig und leider auch asbesthaltig war. „Sogar Fernsehteams waren deswegen in Wildeshausen zu Besuch“, berichtete der Bürgermeister mit Blick auf die hohen Kosten der Altlastensanierung und auch einen Anstieg der Ausgaben für den Feuerwehrhaus-Neubau. Es hatte zuvor schon Jahre gedauert, überhaupt den richtigen Standort zu finden, und seit wenigen Wochen ist erst klar, dass die Kurve der Krandelstaße entschärft werden kann, um auch in diese Richtung ausrücken zu können.

Gebäude, dass dem wichtigen Einsatz angemessen ist

Mittlerweile läuft ganz offensichtlich alles glatt. „Und das auch ohne Projektcontroller“, so Kuraschinski. Er bedankte sich bei den Einsatzkräften, die bei Sonne und Hagel rund um die Uhr ausrücken – wie gerade vor einer Woche nach Düngstrup. Wer so engagiert arbeite, müsse natürlich ein Gebäude haben, das optimal für die Belange der Feuerwehr gebaut sei. „Es ist gut angelegtes Geld, das direkt dem Ehrenamt zugute kommt“, sagte Kuraschinski.

Die Nachbarn hatten einen großen Richtkranz gebunden, und nachdem ein Schnaps genommen wurde, ging es einmal um das Gebäude. Jetzt schwebt die Krone in der Höhe und weist darauf hin, dass das Feuerwehrhaus im Herbst fertig sein soll und offiziell übergeben wird.

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