Über 100 Bäume sind befallen/Bauhof pflanzt jetzt vorrangig Ahorn

Eschenallee am Marschweg von einem Pilz bedroht

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Diese Esche ist abgestorben.

Wildeshausen - Rund 200 Eschen stehen in Wildeshausen am Marschweg und sind somit landschaftsprägend. Wie lange dieser Anblick noch bleiben wird, weiß niemand. Denn in ganz Europa sterben die Bäume, weil sie von einem Pilz befallen werden.

„Es waren Fußgänger, denen als Erste auffiel, dass einige Bäume der Eschenallee Krankheitssymptome zeigten. Zweiggspitzen verkahlten, schon wenig später starb der erste Baum ab“, so der Wildeshauser Christian Hannig. Seinen Angaben zufolge droht der Totalverlust des Eschenbestandes wegen eines aus Japan eingeschleppten Pilzes, dessen Sporen durch den Wind verbreitet werden. „Dieser hat längst auch England erreicht, wo man, so heißt es, 10000 befallene Eschen fällte und verbrannte. In der Hoffnung, so die weitere Ausbreitung zu verhindern“, berichtet Hannig. Doch der Kampf scheine sinnlos. Myriaden von Pilzsporen trage der Wind über alle Grenzen hinweg, und Europas Eschen, dem Götterbaum der Germanen, drohe der Tod, denn gegen den Pilz fehle ihm jede Resistenz. Leider spreche alles dafür, dass die Eschenallee am Marschweg, auch wenn einige Baumexemplare mit viel Glück dem fast unvermeidlichen Schicksal entgehen sollten, zu einem finanziellen Grab von beachtlicher Größenordnung werde. Hannig ist gestern noch einmal die Allee entlang gefahren. „Über 100 Bäume, auch ältere darunter, zeigen bereits Krankheitssymptome“, sagt er.

So pessimistisch sieht das Gärtnermeister Matthias Büsing vom Wildeshauser Bauhof nicht. Die letzte Pflanzung von Eschen habe man vor etwa sieben Jahren vorgenommen. Bislang hätten die meisten Eschen überlebt. „Es trifft in der Regel die jüngeren Bäume“, so Büsing. Nach seiner Beobachtung scheinen die älteren Bäume dem Pilz deutlich mehr Widerstandskraft entgegensetzen zu können. In den vergangenen zwei Jahren habe er fünf Eschen gekennzeichnet, die befallen seien. Allerdings sei die Gefahr groß, dass weitere erkranken. Aus diesem Grund empfiehlt der Gärtnermeister, auf andere

Baumarten auszuweichen. So könne man Spitz- oder Bergahorn pflanzen, der ganz gut zu den Eschen passe. An der Alexanderkirche wurde vor zwei Jahren eine Esche gepflanzt. Die hat bislang keinen Befall. „Das kontrolliere ich jährlich“, so Büsing. Auch drei vor noch nicht so langer Zeit gepflanzte Weiden an der Burgwiese seien in einem guten Zustand. Dennoch müsse man mit weiteren Verlusten rechnen.

dr

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