Gute Bilanz bei der Station in Wildeshausen / Ein Viertel der Autos allerdings reparaturbedürftig

TÜV: 60 Prozent der Fahrzeuge ohne Mängel

Häufigster Mangel beim TÜV: Oft ist die Beleuchtung nicht in Ordnung. Foto: TÜV Nord

Wildeshausen – Das ist mal ein gutes Ergebnis: Insgesamt 59,8 Prozent der Autos, die im vergangen Jahr an der Station des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) in Wildeshausen von den Sachverständigen gecheckt wurden, hatten keine Mängel. Zusätzlich fanden die TÜV Sachverständigen bei 13,8 Prozent nur geringe Mängel, sodass 73,6 Prozent sofort eine Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit bekamen.

Bemerkenswert ist aber auch die andere Seite dieser Plakette, so der TÜV in einer Mitteilung. „Bei immerhin 26,4 Prozent wurden erhebliche oder gefährliche Mängel festgestellt. Sie mussten umgehend repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die Plakette auf das hintere Kennzeichen und das HU-Siegel in den Fahrzeugschein geklebt werden konnten. Als völlig verkehrsunsicher wurde ein Auto eingestuft.“

Zwei weitere interessante Zahlen aus der Statistik: Der durchschnittliche Wagen, der hier geprüft wurde, war 9,4 Jahre alt und hatte mehr als 117 000 Kilometer auf dem Tacho. Jens Paetow, Leiter der TÜV-Station, betont: „Wir freuen uns über die steigende Zahl von Fahrzeugen ohne Mängel. Die Hersteller bauen sichere Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung. Wenn die Autofahrer sich intensiv um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge kümmern und Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahrnehmen, können sie dem TÜV-Termin gelassen entgegensehen.“ Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lasse, habe bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und überdies mehr Freude an sicherer individueller Mobilität.

Die Verteilung der Mängelgruppen zeige, dass die Beleuchtungsanlage mitunter stiefmütterlich behandelt wird. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. „Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist“, so der TÜV. Allerdings sei die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. Daran hätten auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik ihren Anteil.

Insgesamt ergibt sich in der TÜV-Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“, „Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“. Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen.

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