Landvolkverbände aus Wildeshausen und Dötlingen ziehen Bilanz

Trockener Sommer belastet Bauern

Referierte zum Thema Schlagfertigkeit: Christian Lindemann (fünfter von links) mit einem Teil der Vorstandsmitglieder der Ortslandvolkverbände Dötlingen und Wildeshausen. Von links: Der Wildeshauser Vorstand mit Kassenwart Gerd Hespe-Meyer, Vorsitzendem Franz-Josef Dasenbrock, zweitem Vorsitzenden Ralf Stöver, Schriftführerin Ina Rüdebusch und neuem zweiten Kassenwart Hannes Brüning sowie ein Teil des Dötlinger Vorstandsteams mit Kassenwart Ralf Oltmann, Björn Abel, Schriftführerin Lara Stuhr und Helge Vosteen. Foto: Meyer

Altona – Den ersten Schritt in Richtung Verjüngung des Vorstands konnte der Ortslandvolkverband Wildeshausen am Donnerstagabend im Rahmen der Jahreshauptversammlung gehen: Mit dem 20-jährigen Hannes Brüning verstärkt ein junger Landwirt den Vorstand. Ihn wählte die Versammlung im Hotel „Gut Altona“ zum zweiten Kassenwart. Als erster Kassenwart wurde Gerd Hespe-Meyer wiedergewählt. Er hat inzwischen 30 Jahre in diesem Amt hinter sich.

„Eigentlich wollte er nicht länger, aber um unseren neuen Kassenwart anzulernen, hängt Hespe-Meyer noch einmal eine dreijährige Amtszeit an“, erklärte der Vorsitzende Franz-Josef Dasenbrock. Den Posten des zweiten Kassenwarts habe das Landvolk eigens dafür eingerichtet, um dem Nachwuchs den Einstand zu erleichtern. „Nach und nach möchten wir gerne den gesamten Vorstand verjüngen“, betonte Dasenbrock.

Indes tagten die Mitglieder des Ortslandvolkverbands Dötlingen ebenso im Hotel „Gut Altona“. Der Klimawandel und vor allem der heiße und trockene Sommer waren das vorherrschende Thema. So berichtete Björn Abel vom Vorstandsteam von einem Vortrag, den er Anfang des Jahres besucht hatte. Dort referierte Dr. Ludger Laurenz, freier Berater für Pflanzenproduktion und Umwelt. „Der Referent befasste sich auf ganz andere Art und Weise mit der Thematik des Klimawandels“, erklärte Abel. So habe Laurenz zum Beispiel davon berichtet, dass es immer wieder wärmere und auch kältere Perioden gebe und sich zudem alle 60 Jahre ein Trend zu Sommerhochwasser ausmachen ließe. „Diese Schwankungen gibt es bereits seit der Eiszeit, und sie erstrecken sich immer über mehrere tausend Jahre“, betonte Abel. Er versuchte, den Landwirten Mut zu machen: „Die Extreme werden mehr, und es wird wärmer. Aber wir Landwirte haben über die Zeit gelernt, damit umzugehen“, meinte er.

Der Wildeshauser Landvolkverband thematisierte neben landwirtschaftlichen Fragen auch die Planungen zur 750-Jahr-Feier der Stadt Wildeshausen. Im September 2020 sei ein Ernteumzug geplant, an dem sich die Landwirte mit einem geschmückten Wagen beteiligen möchten. „Auch die umliegenden Gemeinden haben bereits ihre Hilfe zugesagt“, betonte Dasenbrock. Ihm schwebe in diesem Zusammenhang auch vor, statt des jährlichen Ernteballs eine Ersatzveranstaltung in der Innenstadt ins Leben zu rufen. „Hier sollte jeder schon jetzt einmal überlegen, was er zu dem Vorhaben beitragen kann“, appellierte der Vorsitzende an die Landwirte.

Einen wichtigen Punkt zum Thema Öffentlichkeitsarbeit brachte Friedrich Ahlers noch ins Gespräch. Er bat die Delegierten für die Kreislandvolkversammlung, dies auch dort vorzubringen: „Öffentlichkeitsarbeit kann nicht auf Schildern am Rand einer Feldstudie stattfinden. Das ist gut und wichtig, aber Öffentlichkeitsarbeit muss in den sozialen Medien stattfinden wie Instagram, Twitter oder Facebook“, sagte er. „Die Bevölkerung ist so weit von der Landwirtschaft entfernt, aber alle reden mit“, fügte Ahlers hinzu. Über die entsprechenden Netzwerke würden sich Meinungen sehr schnell verbreiten.

Der anschließende Vortrag für beide Ortsverbände widmete sich ganz bewusst keinem landwirtschaftlichen Thema. Christian Lindemann zog die Teilnehmer mit seinem Vortrag „Schlagfertigkeit – Auf den Bühnen des Lebens“ in seinen Bann.  jm

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