OOWV bittet um sorgsamen Verbrauch

Trinkwasser: Keine Entspannung in Sicht

Das Trinkwasser wird knapp: Deshalb sollten alle sparen. Foto: dpa
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Das Trinkwasser wird knapp: Deshalb sollten alle sparen.

Landkreis – Die hohen Temperaturen der vergangenen Tage und die auch in den nächsten Tagen anhaltende Trockenheit führen zu einem hohen Trinkwasserverbrauch. Am Dienstag gaben die 15 Wasserwerke des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) rund 325.000 Kubikmeter Trinkwasser ab. Das sind über 100.000 Kubikmeter mehr als an üblichen Tagen, so der Verband. Der bisherige Höchstwert in der 71-jährigen Verbandsgeschichte vom 26. Juli 2018 mit 332  222 Kubikmetern sei damit beinahe erreicht worden.

Insbesondere in den Morgen- und Abendstunden steigt der Wasserverbrauch stark an. „Wenn viele Menschen gleichzeitig duschen, zur Toilette gehen oder den Garten bewässern, merken wir dies natürlich in unseren Wasserwerken. Sie laufen zu den Spitzenzeiten unter Volllast, weil in kurzer Zeit ein Vielfaches des normalen Pro-Kopf-Bedarfs verbraucht wird“, erklärt der stellvertretende Geschäftsführer Axel Frerichs.

Eine spürbare Entlastung könne nur durch einen allgemein sorgsamen Umgang mit dem Trinkwasser erreicht werden. „Der OOWV appelliert daher an die Bevölkerung, Garten- und Grünflächen nicht mit Leitungswasser zu bewässern und insbesondere auf das Rasensprengen zu verzichten“, so Frerichs: „Wer daran mitwirkt, trägt aktiv zur Stabilisierung der Wasserversorgung bei. Es ist genug Wasser da, um den üblichen Bedarf zu decken – und alle können mithelfen, damit es auch bei allen Kunden ankommt.“ Jeder sollte sich hinterfragen, wo tatsächlich Trinkwasser eingesetzt werden müsse und wo dieses nicht erforderlich sei. Das gelte auch für den Aspekt, ob und wie oft private Pools mit Trinkwasser befüllt werden.

Die konstant hohen Abgabewerte stellen für die Wasserwerke des OOWV aktuell eine besondere Herausforderung dar. „In dieser Größenordnung müssen wir auf Reserven in den Wasserspeichern der Werke zurückgreifen. Bei unverändert hohen Verbräuchen gelingt es uns nicht mehr, diese wieder bedarfsgerecht aufzufüllen“, erläutert Frerichs. Eine spürbare Entspannung der Situation sei erst nach einem Regenguss zu erwarten. Dieser sei aktuell jedoch nicht in Sicht. „Wir müssen uns auch in den kommenden Tagen darauf einstellen, dass es zu Druckschwankungen und Engpässen kommen kann“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer. Insbesondere zu den Zeiten des aktuell höchsten Wasserbedarfs von 7 bis 10.30 Uhr und 16.30 bis 22 Uhr werde das Leitungsnetz stark beansprucht. Dann können auch Trübungen des Trinkwassers vorkommen. Diese werden hervorgerufen durch gesundheitlich unbedenkliche Partikel von Eisen und Mangan, die sich bei den veränderten Strömungsverhältnissen in den Leitungen lösen.

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