Crowdfunding mit Volksbank

Holbeinschule möchte Digitalisierung vorantreiben

Sie hoffen mit den Kindern auf ein Touchboard: Anja Lösch, Nikola Koch, Manfred Sander, Alex Bering und Inke Bajorat (v.l.). - Foto: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker.  White- oder Smartboard waren gestern, Touchboard heißt heute das Zauberwort. Und genau ein solches möchte die Wildeshauser Holbeinschule anschaffen. Mindestens die Hälfe der Kosten, also 5.000 Euro, soll ein Crowdfunding-Projekt in Zusammenarbeit mit der Volksbank Wildeshauser Geest unter dem Motto „Viele schaffen mehr“ einbringen.

Am Mittwoch haben Schulleiterin Anja Lösch, Stellvertreterin Inke Bajorat, Manfred Sander, Prokurist bei der Volksbank, Alex Bering, Organisation Crowdfunding, und Nicola Koch vom Förderverein das Projekt vorgestellt.

„Es ist unser großer Wunsch ein solches Touchboard anzuschaffen. Bislang haben wir hier an der Schule nur ein mobiles Smartboard“, erzählte Bajorat. Seitens der Stadt sei deutlich gemacht worden, dass, wenn so etwas angeschafft wird, ein Touchboard auf alle Fälle die beste Lösung sei. „Wir wünschen und eigentlich zehn Stück, für jede Klasse eines. Aber mit einem sind wir auch schon zufrieden“, fügte Lösch lächelnd an.

Crowdfunding-Aktion läuft noch 81 Tage

„Unser Förderverein hat vor einiger Zeit Spendenbriefe an die Firmen und Unternehmen in der Stadt geschickt und um finanzielle Unterstützung gebeten“, betonte Bajorat. Einen davon habe auch die Volksbank bekommen: „Dann erhielt ich plötzlich einen Anruf von Manfred Sander, der mir vorgeschlagen hat, ein Crowdfunding-Projekt zu starten, um Geld zu generieren.“ Die weitere Planung und Schaltung der Internetseite habe dann Alex Bering übernommen.

Insgesamt 90 Tage läuft die Aktion, ab heute sind es noch 81. „Wir sind sicher, dass das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden kann“, sagte Sander. Maximal 2 500 Euro kämen von der Volksbank: „Jeden gespendeten Euro verdoppeln wir. Das heißt, dass auch 2 500 Euro an Spenden eingehen müssen, damit wir die Summe ausschütten. Gehen mehr spenden ein, bleibt unser Betrag allerdings bei den 2 500 Euro stehen.“ Sollte der schlimmste Fall eintreten, also keine 2 500 Euro gespendet werden, müssten sämtliche Gelder wieder an die Spender zurückgehen. „Aber dass wird garantiert nicht passieren.“

Bislang 1.480 Euro auf dem Konto

Schon am Mittwoch konnte Bering auf den aktuellen Spendenstand hinweisen: „Bislang wurden von 16 Personen 740 Euro gespendet. Das heißt, dass jetzt schon 1.480 Euro auf dem Konto sind.

Aber was ist mit den restlichen 5.000 Euro, die nach dem Projekt noch für die Anschaffung fehlen? „Den Betrag nehmen wir aus dem Budget der Schule. Dann können eben im kommenden Jahr einige andere Sachen nicht angeschafft werden“, erklärte Lösch. Ein solches Touchboard sei überaus wichtig. „Die Digitalisierung geht eben auch an den Grundschulen nicht vorbei. So ist eben die Entwicklung.“ Allerdings soll ein Board angeschafft werden, dass in eine Kreidetafel integriert ist. „Will heißen, dass die Lehrer und Schüler auch die herkömmliche Tafel noch nutzen können.“

Lösch: Schule darf den Anschluss nicht verpassen

Mit einem solchen Board sei es möglich, dass die Kinder zu Hause zum Beispiel etwas auf einem Tablet ausarbeiten und dieses dann in der Schule darstellen. „Die Technik bietet heute bekanntlich sehr viele Möglichkeiten“, betonte Lösch. Da dürfe auch eine Grundschule den Anschluss nicht verpassen. Wer etwas Spenden möchte, kann das ganz einfach über die Internetseite erledigen. „Jede noch so kleine Spende ist uns willkommen. Jeder Cent bringt das Projekt ein Stück weiter“, so Bajorat.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier.

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