Jahrelange Arbeit zunichtegemacht

Tote Katzenwelpen an der A29: Tierschutzgruppe beklagt sich über skrupelloses Verhalten

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Fundkatze „Diva“ mit ihren Welpen. 

Das Notfalltelefon der Tierschutzgruppe Oldenburg Land steht nicht mehr still. Immer wieder werden ausgesetzte Katzen, tote Katzenwelpen und unkastrierte Kater gemeldet. 

Wildeshausen – Nachdem die Tierschutzgruppe Oldenburg Land vor wenigen Wochen ihre neuen Internet-Kontaktdaten mit Notfalltelefonnummer veröffentlicht hat (wir berichteten), steht nach Angaben von Pressesprecherin Edith Kaminski das Telefon kaum noch still. „Die Hilfeersuchen und Nachfragen in Tierschutzsachen sind deutlich mehr geworden“, teilt sie mit. „Bekannterweise besteht in Wildeshausen für Katzen mit Freigang sowohl eine Kastrations- als auch Kennzeichnungspflicht. Zu Zeiten, als wir noch für die Fundtiere der Stadt Wildeshausen zuständig waren, haben wir unbürokratisch die Aufgabe des Ordnungsamtes übernommen, diese Kastrationspflicht durchzusetzen.“ Mittlerweile passiert nach Einschätzung der Tierschutzgruppe aber wohl nicht mehr viel, was die Kastrationen betrifft. Die jahrelange Arbeit von Erika Walsemann (Tierschutzverein Oldenburg, Zweiggruppe Wildeshauser Geest) sowie der Tierschutzgruppe, um dieses unnötige Katzenelend zu verhindern, werde in nur wenigen Jahren wieder zunichtegemacht, beklagt Kaminski.

„In unserer Obhut befinden sich nach dem Aufnehmen der Fundkatze ,Luzi‘ aus Wildeshausen (wir berichteten) eine weitere zahme Katze mit Namen ,Diva‘ aus Wildeshausen mit vier Jungen, die ebenfalls durch die Gärten tingelte, sowie sechs zwei Wochen alte Flaschenkinder, deren Mutter überfahren wurde“, berichtet die Tierschutzgruppe. Insgesamt müssten 16 Katzenwelpen von drei Muttertieren betreut werden. „Vor gut einer Woche erreichte uns zudem über eines unserer Mitglieder die Nachricht, dass auf dem Standstreifen neben der Autobahn A 29 drei Katzenwelpen liegen.

Zwei Katzenwelpen tot, das dritte unauffindbar

Die Autobahnpolizei konnte auch bei schnellem Einsatz nur noch zwei tote Welpen bergen, der dritte Welpe war unauffindbar“, berichtet Kaminski aus der Arbeit. „Wir möchten auf diesem Wege unser Entsetzen darüber zum Ausdruck bringen, dass verantwortungslose Menschen keine Skrupel haben, sich solch unschuldiger Wesen auf brutale Art und Weise zu entledigen und deren kurzen Leben ein qualvolles Ende zu bereiten. Tiere geben uns in allen Lebensbereichen so viel, wir sollten uns anständig verhalten und ihnen wenigstens das Nötigste zurückgeben“, fährt sie fort. Menschen, die sich eine Katze anschaffen wollten, sollten das Tier unbedingt kastrieren lassen, um ungewollten Nachwuchs zu verhindern.  

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