Ein Trecker für Drei

Torsten Pooch aus Wildeshausen geht meistens mit seinen Kindern auf Trecker-Tour

Familienausflug: Wenn Torsten Pooch mit seinem Normag startet, sind sein beiden Kinder Sophia und Jonas meistens dabei.
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Familienausflug: Wenn Torsten Pooch mit seinem Normag startet, sind seine beiden Kinder Sophia und Jonas meistens dabei.

Wenn Torsten Pooch aus Wildeshausen seinen historischen Trecker startet, nimmt er meistens seine beiden Kinder mit auf Tour. Dafür hat hat auf seinem Normag (Baujahr 1951) extra zwei Sitzpolster und Sicherheitsgurte befestigt.

Wildeshausen/Beckstedt – Eigentlich wollte er sich nur mal die Kleinanzeigen im Internet anschauen. „Dann habe ich den Normag gesehen“, erzählt Torsten Pooch. Der Trecker entsprach genau seinen Vorstellungen und stand auch noch ganz in der Nähe – in Lüerte. „Ich habe ihn mir angeschaut, zwei Stunden später beim Besitzer angerufen und gekauft“, blickt der 39-jährige Wildeshauser auf seinen Spontankauf vor einem knappen Jahr zurück.

Nur wenige Arbeiten standen der ersten Tour im Wege

Der gelernte Kraftfahrzeugmechaniker war auf der Suche nach etwas Kleinem und Robustem für Ausflüge in die Umgebung, das in die heimische Garage passt, aber auch mal draußen stehen kann. Außerdem sollte sein Neuerwerb kein Bastelobjekt, sondern fahrbereit sein. Der 15 PS starke Normag NG 16 erfüllte diese Voraussetzungen perfekt. Nur wenige Arbeiten standen der ersten Tour im Wege. Pooch griff zu Farbeimer und Pinsel, um ein paar Stellen nachzustreichen. Außerdem stellte er die Radlager nach, schmierte Fahrwerk sowie Lenkung ab, setzte den Generator instand und wechselte das Öl. Außerdem machte der Wildeshauser seinen Trecker familientauglich. Schließlich sollten ihn seine beiden Kinder Sophie und Jonas begleiten. Pooch fertigte zwei Sitzkissen an, die er auf den hinteren Kotflügeln befestigte und montierte noch Sicherheitsgurte. Die TÜV-Plakette bekam der kleine Trecker anschließend ohne Probleme.

Abseits der Hauptstraßen unterwegs

So ausgestattet stand den Ausflügen mit dem 70 Jahre alten Normag nichts mehr im Wege. Abseits der Hauptstraßen war das Familientrio an den Wochenenden regelmäßig unterwegs. „Wir fahren nur bei schönem Wetter und dort, wo wenig Verkehr ist“, berichtet Pooch. Die gemächliche Fortbewegung wirke herrlich entschleunigend. Maximal 20 Stundenkilometer erreicht der Ackerschlepper. „Ich bin nach dieser kurzen Zeit mit dem Normag schon vollkommen mit dem Treckervirus infiziert“, erzählt der Wildeshauser zufrieden. Im kommenden Jahr will er auch ein paar Treckertreffen in der Umgebung besuchen und vielleicht sogar ein eigenes organisieren.

Für die Kupplung ist Jonas noch etwas zu klein

Während Ehefrau Julia meistens dem Nachwuchs die Plätze auf dem Trecker überlässt, hat der siebenjährige Jonas auch schon mal seinen Vater für einen kurzen Augenblick vom Lenkrad verdrängt. „Ich bin auf dem Hof ein paar Meter gefahren“, berichtet der Filius stolz. Das geht bislang nur, wenn Vater Torsten vorher einen Gang eingelegt hat. Die Kupplung kann Jonas nämlich noch nicht treten. „Dafür muss ich noch ein paar Zentimeter wachsen“, erklärt er. Auch mit der Technik hat sich der Siebenjährige bereits vertraut gemacht. Er kennt die Funktion eines jeden Hebels und Schalters. Seine Schwester Sophia bleibt lieber auf dem Kotflügel sitzen und genießt die Ausfahrten als Beifahrerin.

Gegenwärtig überwintert der kleine grüne Trecker in einer Scheune von Poochs Onkel, Reinhard Lange in Beckstedt. Dort ist der Normag in bester Gesellschaft. Lange besitzt schließlich selbst einen historischen Trecker – einen Deutz aus dem Jahr 1956.

„Alte Liebe“ gesucht

Wer im Landkreis Oldenburg lebt und seine „Alte Liebe“ in unserer Zeitung vorstellen lassen möchte, kann sich per Telefon (04431/9891153) oder per E-Mail (redaktion.wildeshausen@kreiszeitung) an die Redaktion wenden.

Mit 20 Stundenkilometern ist das Trio unterwegs.
Jonas hat schon ein paar Runden mit dem Normag gedreht.

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