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Toller Auftakt für Blutspendeaktion in der Widukindhalle

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Großer Andrang bei der Registrierung und der Ausgabe für die Blutspende: Am Donnerstag kamen 211 Menschen in die Widukindhalle.

Wildeshausen – Das war ein grandioser Jahresauftakt für die Blutspendeaktionenin Wildeshausen: Am Donnerstag kamen von 15.30 bis 20 Uhr 211 Spender in die Widukindhalle bei den Berufsbildenden Schulen (BBS). Davon waren immerhin 15 Personen Erstspender.

Der große Andrang sorgte allerdings für Verdruss bei einigen Spendenwilligen. Es war von Anfang an so voll, dass es zu den Stoßzeiten rund eine Dreiviertelstunde dauerte, um überhaupt auf die Liege zu kommen. Das war für manche zu lange. Sie drehten angesichts der Warteschlange wieder ab.

„Wir sind froh, überhaupt diesen Termin bekommen zu haben“, berichtete Bianca Lammers, die zusammen mit Nadine Krey erstmals verantwortlich für die Aktion des Roten Kreuzes war. „Der Andrang ist riesig“, freute sie sich, fand es aber schade, dass man keine zwei aufeinanderfolgende Tage bekommen konnte, an denen der Blutspendedienst vor Ort ist. Wegen Urlaubs konnte auch nur ein Team Blut abnehmen.

Traditionell wechseln sich in der Kreisstadt die Malteser und das Rote Kreuz im Jahrestakt bei der Blutspende ab, da die gesamte Betreuung der Veranstaltung auf ehrenamtlicher Ebene abläuft.

Bei den Maltesern ist Stadtbeauftragter Thomas Siemer für die Organisation zuständig. Im vergangenen Jahr gab es seinen Angaben zufolge vier Termine mit jeweils zwei Tagen in der Sporthalle bei den BBS. Die Räume dort seien optimal für den Blutspendedienst und für die verschiedenen Stationen von der Anmeldung bis hin zum Büfett. An der Hauptschule, der Realschule, dem Gymnasium und der Musikschule, wo die Aktionen früher angeboten wurden, sei es oft recht beengt und mit mehr Aufwand verbunden gewesen, weil die Räume zunächst vorbereitet werden mussten.

„Pro Tag kamen im vergangenen Jahr durchschnittlich 150 Spender“, berichtete Siemer. Ein ungünstiger Ausreißer sei allerdings ein Tag in den Herbstferien gewesen, an dem nur 100 Personen gekommen seien. „Da muss man schon überlegen, ob sich der immense Aufwand noch lohnt“, erklärte er.

Neben den hauptberuflichen Blutspendeteams des Roten Kreuzes sind bei den Maltesern rund zwölf bis 15 Ehrenamtliche für die Betreuung der Spender zuständig, beim Roten Kreuz sind es 20 Personen.

Über die Jahre gesehen beobachtet Siemer, dass die Zahl der Spender gesunken ist. Das bestätigte auch Thomas Harms, Vorsitzender des DRK in Wildeshausen. Ein Grund dafür sei, so Siemer, dass nicht mehr so viele junge Leute als Erstspender nachkommen würden. „Deshalb gibt es vermehrt Sonderaktionen des Roten Kreuzes, beispielsweise mit Eisgutscheinen nach der Spende oder verbunden mit Projekten an den BBS.“ Aktuell müssten die Hilfsorganisationen „stark kämpfen“, um Spender zu gewinnen, so Siemer. Ziel müsse es sein, wieder das Bewusstsein dafür zu wecken, dass Blutspenden ein Akt der Solidarität sei, um anderen Menschen zu helfen. Und: „Man erhält so jedes Mal kostenlos eine Kontrolle, ob das eigene Blut in Ordnung ist“, nannte der Malteser auch einen vorbeugenden Aspekt für die Spender.

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