Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg vergibt sieben Umweltschutzpreise

Tolle Leistungen im Kleinen und Größeren

Viele Hände haben viel geleistet: die Preisträger der Naturschutzstiftung vor dem Kreishaus in Wildeshausen kurz vor Verleihung. Fotos: Franitza

Wildeshausen – Müll sammeln und entsorgen, Flüsse renaturieren, Handbücher verfassen oder Kindern schon von klein auf die Umwelt und die Verantwortung dafür nahebringen: Die Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg hat am Mittwochnachmittag im Kreishaus in Wildeshausen ihre diesjährigen Umweltschutzpreise vergeben. Kein Projekt könne allein die Welt retten – aber doch ein kleines Vorbild sein, sagte der Kuratoriumsvorsitzende Michael Feiner bei der Verleihung der sieben Auszeichnungen. Und zwar eines, das andere dazu anregt, sich ebenfalls zu engagieren – bis schließlich das ganze Land so denke und handele. Und so könne Deutschland dann vielleicht international ein Vorbild für Umwelt- und Naturschutz sein, so Feiner. Die Kandidaten wurden der Stiftung von außen vorgeschlagen, der Beirat hatte die Geehrten daraus ausgewählt. Die Preise sind mit Geldbeträgen zwischen 75 und 400 Euro dotiert.

Jeder der ausgezeichneten Naturschützer erhielt die Gelegenheit, kurz etwas zu seinem Projekt sagen. „Wir haben aus 800 Metern 1200 Meter gemacht“, sagte etwa Siegfried Meentzen vom Fischereiverein Colnrade über die Umgestaltung des Beckstedter Bachs. Dadurch habe sich die Natur dort eklatant zum Bessern verändert: „Das ist ein Dschungel geworden“, berichtet er. „Kommt nach Colnrade und schaut euch das an“, lud Meentzen die Anwesenden ein. Bevor Feiner die Preise übergab, bedankte er sich allerdings noch bei Helmut Martens aus Littel und seiner Frau Christa für deren Engagement: Der 87-jährige Tischlermeister hat seit 2013 die Nistkästen für die Aktionen der Stiftungen von Hand gefertigt – insgesamt rund 1200 Stück. Aus Altersgründen hat er diese Arbeit aber nun eingestellt.

Die Preisträger in diesem Jahr:

. Mareile Wolf und Andreas Kühling (beide Wildeshausen) für das Einsammeln und die Entsorgung achtlos weggeworfenen Abfalls in Wildeshausen und Umgebung

. die Familien Allhusen (Aumühle), Johannes (Glane) und Stolle (Hockensberg) für die aktive Unterstützung von Maßnahmen zur ökologischen Gewässerentwicklung des Altonaer Mühlbachs in Dötlingen

. Martin Brinkmann (Ganderkesee) für die Veröffentlichung eines inzwischen 200-seitigen Handbuchs der Naturschutzgebiete im Landkreis Oldenburg

. Fischereiverein Hude für Maßnahmen zur Verbesserung der Sohlstruktur im Forellenbach Huder Berne

. Grundschule Gut Spascher Sand (Wildeshausen) für die Erreichung des Titels „Naturpark-Schule“ und naturpädagogische Bildungsprojekte

. Fischereiverein Colnrade für die Renaturierung und Umgestaltung des Beckstedter Bachs

. Stadtkindergarten Pusteblume (Wildeshausen) für die Anlage einer Spielplatzfläche als „Natur-Spiel-Raum“.  fra

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