Von Töpfern bis hin zu Burgen

Bürger- und Geschichtsverein veröffentlicht 16. Band der „Wildeshauser Schriften“

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Eva-Maria Ameskamp und Cornelia Harms (vorne, v. l.) haben Beiträge für die „Wildeshauser Schriften“ verfasst. Die Vorstandsmitglieder Marianne Bernhard-Beeskow, Klaus Schultze, Bernd Oeljeschläger und Karl-August Kolhoff (hinten, v. l.) freuen sich über das Heft.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Der neue, am Freitag vorgestellte Band „Wildeshauser Schriften“ deckt eine große Bandbreite ab: Vom für die Wittekindstadt prägenden Töpferhandwerk über das 50-jährige Bestehen des Sport-Clubs Wildeshausen bis hin zu Burgen und Herrensitzen im Landkreis Oldenburg. Als kleines Schmankerl gewährt der herausgebende Bürger- und Geschichtsverein erstmals einen Blick hinter die Kulissen.

Zu sehen sind Fotos der Fahnen vom Männergesangverein, die Urkunde zur Grundsteinlegung der neuen katholischen Volksschule im Dezember 1951 und eine Ehrentafel mit Fotos der Brettorfer Gefallenen im Ersten Weltkrieg. Letzteres Stück ist durch die Auflösung des Museumsladens Meyer in die Hände des Vereins gelangt. Auch Verkaufstresen, Rechnungsbücher und das Hinweisschild auf ein Arbeitsdienstlager befinden sich schon oder sollen bald in die Sammlung integriert werden. Verfasst hat den Beitrag Eva-Maria Ameskamp, die wissenschaftliche Dokumentarin des Vereins.

Die Historikerin Cornelia Harms hat sich im zweiten Teil des Bands mit dem Sport-Club Wildeshausen beschäftigt. Der SC hat dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen gefeiert, was in dem Heft noch einmal gewürdigt wird. Harms spannt den Bogen von der Gründung durch viele Soldaten aus der Wittekind-Kaserne über Krisen und Konflikte bis hin zu aktuellen Erfolgen der einzelnen Abteilungen. Diese unterlagen im Laufe der Jahre einem ständigen Wandel. So wanderten Anfang der 1970er-Jahre sowohl die Fuß- als auch die Handballer zum VfL Wittekind ab.

Überhaupt bestimmte das Verhältnis zum zweiten großen Sportverein der Stadt lange Zeit die Arbeit beim SC. Mit den Jahren entwickelte der Sport-Club allerdings ein eigenes Profil, das sich unter anderem durch die Turnsparte, die Basketballer und das soziale Engagement vieler Mitglieder zeigte. Der Beitrag von Harms enthält auch viele Fotos, die einen Eindruck der Geschichte vermitteln.

Die Historikerin hat sich zudem ausführlich mit dem Töpferhandwerk beschäftigt und ihren Aufsatz mit vielen, teilweise frei gestellten Aufnahmen besonders schöner oder alter Exemplare angereichert. Zu sehen sind Koch- und Gluttöpfe. Letztere für das Warmhalten von Speisen. Aber Harms behandelt auch ganze Töpferfamilien und ihre Quartiere.

Einen etwas weiteren Horizont hat der Oldenburger Historiker Dr. Jürgen Welp für seinen Beitrag über Burgen und Herrensitze im Landkreis Oldenburg gewählt. Viele der Festungen sind inzwischen abgetragen worden. „Nicht mehr benötigte Bauten wurden gerne ,recycelt‘“, verweist Welp auf den Steinmangel im Oldenburger Land.

Das Heft ist für zehn Euro in den Wildeshauser Buchhandlungen erhältlich, kann aber auch anderswo bestellt werden. Die Auflage beträgt wie üblich 1000 Stück. Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele Wildeshauser Unternehmen als Sponsoren betätigt, sodass sich das Heft – auch durch die Verkäufe – selbst finanziert.

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