Hegering Wildeshausen erlöst Tier

Tödliche Gefahr: Hirsch verfängt sich in Weidezaun

Der abgetrennte Kopf des Hirschs: Das Tier hätte laut Hegerinng keine Überlebenschance gehabt.
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Der abgetrennte Kopf des Hirsch: Das Tier hätte laut Hegering keine Überlebenschance gehabt.

Wildeshausen – Mitglieder des Hegerings Wildeshausen mussten laut eigenen Angaben zwischen Weihnachten und Neujahr einen Damhirsch erschießen, um ihm eine lange qualvolle Leidenszeit zu ersparen.

Wie Lars Kosten, Sprecher des Hegerings, mitteilte, hatte sich im Geweih des zwei bis drei Jahre alten Hirschs Weidezaunband verfangen. Dieses hatte sich bereits um den Hals des Tieres gewickelt und das Fell weggescheuert.

Die Takelage wiederum hätte höchstwahrscheinlich zu schweren Entzündungen geführt, die dem Hirsch große Schmerzen zugefügt hätten.

„Es kommt leider immer wieder vor, dass sich Damhirsche mit ihrem Geweih in schlecht gepflegten Weidezäunen oder Müll verhaken und danach die schwere Last mit sich herumtragen“, berichtet Kosten. „Oft führt das dazu, dass sich die Takelage wiederum an Bäumen oder Sträuchern verfängt und es dann zu einem langen Todeskampf kommt, wenn sich das Tier panisch von seiner Last zu befreien versucht.“

Jäger erlösten den Hirsch von seiner Qual

Dieses Schicksal könne laut Hegering aber auch allen anderen Tieren widerfahren und bleibe oft unentdeckt, weil es sich in der freien Natur ereigne.

„In diesem Fall blieb dem Hirsch der Todeskampf erspart“, sagt Kosten angesichts des erlösenden Schusses. Der Hegering appelliert an alle Landbesitzer und Spaziergänger, Müll ordentlich zu entsorgen und die Zäune der Weiden gepflegt zu halten. Auch sollten nach dem Öffnen der Weiden der Draht oder die Bänder nicht achtlos liegen gelassen werden. Sinnvoller sei es, sie am Zaun zu befestigen, damit sie nicht lose herum liegen und sich später im Geweih eines Tieres verheddern.

Der Hirsch, wie er von den Jägern nach dem Abschuss vorgefunden wurde.

Vor wenigen Jahren hatten Spaziergänger in Bargloy in der Nähe des Parkplatzes Hohe Steine eine ähnlich schlimme Entdeckung gemacht. Sie fanden dort einen verendeten Damhirsch. Im Geweih des Hirschs hatte sich Weidezaundraht verfangen. Ein hinzugezogener in dem Bereich zuständiger Jäger stellte fest, dass sich der Hirsch, dessen Geweih mit dem Weidezaundraht umwickelt war, mit dem Zaun an einem Baum verfangen hatte. Bei dem Versuch sich zu befreien, habe sich der Hirsch dann erdrosselt. Keine 20 Meter weiter befand sich eine illegale Müllablagerung, bei der sich gleichartiger Weidezaundraht befand.

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