Zwei Stellen in Wildeshausen ausgewählt

Hier wird bald die Luftqualität gemessen

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Eine Messstelle ist bei der alten Feuerwache.

Wildeshausen - Vielleicht sind sie manchem Passanten schon aufgefallen, die hellgrauen Kästen, die in Wildeshausen vor der alten Feuerwache an der Huntestraße und am Lönsweg stehen. Es handelt sich um Messstellen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), mit denen bald die Luftqualität in der Kreisstadt bestimmt werden soll. Anlass dafür ist die Bewerbung um den Titel „staatlich anerkannter Luftkurort“.

Das Prädikat gilt jeweils für zehn Jahre und wurde zuletzt 2010 an Wildeshausen verliehen. Schon im vergangenen Sommer arbeiteten Mitarbeiter des Stadtmarketings und Kollegen aus dem Stadthaus daran, einen 15-seitigen Katalog mit Fragen zu beantworten, die von der Rattenfreiheit über die Ausstattung des Schwimmbades bis hin zu den touristischen Angeboten der Kommune reichten (wir berichteten).

Einer der wichtigsten Werte, nämlich die Qualität der Luft, wird allerdings nicht per Fragebogen, sondern per Messstelle ermittelt. Laut DWD werden der aufgewirbelte Staub von der Straße, die Rußflocken von Kaminen und Autoabgasen sowie Pollen und andere Pflanzenteile in einer Folie aufgefangen. Diese wird jede Woche gewechselt und ausgewertet. Der DWD bittet darum, die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Die Messungen haben auch noch gar nicht begonnen.

Nach einem Jahr soll klar sein, wie es um die Luftqualität in Wildeshausen bestellt ist. Wie DWD-Sprecher Uwe Kirsche erläutert, sei die lange Dauer notwendig, um verschiedene Wetterlagen und Witterungsverhältnisse zu berücksichtigen. Die Standorte, eine viel befahrene Kreuzung und eine nur sporadisch bebaute Straße, wurden absichtlich gewählt, um verschiedene Seiten der Kreisstadt zu beleuchten. Erwartungsgemäß wird die Luft nicht an beiden Stellen gleich gut sein.

Und was passiert, wenn insgesamt zu viel Staub gemessen wird und die Qualität nicht den Anforderungen entspricht? „Dann kann die Kommune Handlungsoptionen feststellen und umsetzen, um das Siegel dennoch zu erhalten“, so Kirsche. Heißt, Wildeshausen hätte nach wie vor eine Chance, weiter Luftkurort zu bleiben.

Dass dieser Titel wichtig ist, hatte zuletzt Daniela Baron vom Stadtmarketing unterstrichen, die im Sommer von einem Imagegewinn für Wildeshausen sprach. Nicht zuletzt mit dem Urgeschichtlichen Zentrum will die Stadt ihr touristisches Angebot in Zukunft ausbauen und damit natürlich auch für Einnahmen in der kommunalen Kasse sorgen.

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