Neue Besitzer gefunden

Hilfe für Hunde aus Versuchslabor: Reaktionen überwältigen Tierschützer

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Ein Foto der Organisation Soko Tierschutz soll einen misshandelten Hund in dem Labor bei Hamburg zeigen.

Nachdem das Tierversuchslabor LPT in Neu Wulmstorf bei Harburg geschlossen wurde, will eine Tierschutzgruppe die Versuchstiere an Privatpersonen und Vereine vermitteln. Daraufhin gab es ein gewaltiges Feedback von Interessierten. Jetzt gibt es eine weitere bewegende Nachricht.

  • Tierversuchslabor LPT in Neu Wulmstorf schließt
  • Tierschutzgruppe will Hunde aus Skandal-Versuchslabor vermitteln
  • Versuchstiere aus Skandal-Versuchslabor alle gerettet

Wichtiger Hinweis: Die Tierschutzgruppe Oldenburger-Land bittet ausdrücklich darum, keine weiteren Anfragen für die Aufnahme von Hunden zu schicken. Die Tierschützer seien an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt, alle Mails und Anrufe werden nach und nach abgearbeitet. Neue Anfragen können jedoch nicht mehr berücksichtigt werden.

Update, 20. Januar: Während die Aktiven der Tierschutzgruppe Oldenburger-Land die Flut an Anfragen zur Adoption von Versuchstieren abarbeiten, gibt es eine weitere gute Nachricht zu verkünden: Die Tiere aus dem geschlossenen Tierversuchslabor LPT in Neu Wulmstorf sind alle gerettet.

 „Niemand braucht sich Sorgen machen. Die Tiere konnten alle gerettet werden und wurden auf verschiedene Tierheime und Pflegestellen verteilt“, sagte Sven Fraaß vom Hamburger Tierschutzverein am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Es müsse auch keines der Tiere aus dem Tierversuchslabor eingeschläfert werden, so Fraaß.

Im Internet kursieren Meldungen, wonach unter anderem 90 Beagle-Welpen aus dem Labor in Neu Wulmstorf eingeschläfert würden, sollten sie bis Ende Februar kein neues Zuhause finden.

Tierversuchslabor LPT: Feedback überwältigt Tierschützer

Update, 19. Januar: Mehr als 400 Mails und unzählige Anrufe hat die Tierschutzgruppe Oldenburg-Land nach ihrem Aufruf bekommen. Die Tierschützer suchten ein neues Zuhause für die Hunde aus dem Skandal-Tierversuchslabor in Neu-Wulmstorf, das nun geschlossen werden soll. Nun bedankt sich die Gruppe für das überwältigende Feedback. Jede Mail werde beantwortet, heißt es von einer Sprecherin am Sonntagmorgen.

Gleichzeitig bittet die Tierschutzgruppe Oldenburg-Land nun, von weiteren Anfragen abzusehen. Die ehrenamtlichen Tierschützer seien an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Man wolle allen Anfragen gerecht werden, doch könne man sich im Moment nicht um neue Anfragen kümmern, heißt es. Man habe nicht mit dieser riesigen Welle der Hilfsbereitschaft für die Hunde aus dem Skandal-Tierversuchslabor Neu-Wulmstorf gerechnet. 

Skandal-Versuchslabor Neu-Wulmstorf: Neues Zuhause für Hunde gesucht

Erstmeldung, 17. Januar: Wildeshausen – Die Tierschutzgruppe Oldenburg Land sucht zusammen mit dem Landestierschutzverband Niedersachsen dringend nach Menschen, die Interesse haben, Hunde aus den Tierversuchslaboratorien des „Laboratory of Pharmacology and Toxicology“ (LPT) in Neu-Wulmstorf-Mienenbüttel zu übernehmen.

„Wir möchten diesen armen Wesen eine Zukunft geben“, so Edith Kaminski, Pressesprecherin der Tierschutzgruppe. Das Versuchslabor im Landkreis Harburg war in die öffentliche Kritik und ins Visier der zuständigen Behörden geraten, nachdem Tierschützer bei verdeckten Recherchen Missstände aufgedeckt hatten. Die Genehmigungsbehörde hat nun die Betriebserlaubnis widerrufen, sodass die Tiere eine neue Heimat finden müssen.

Tierversuchslabor Neu-Wulmstorf: Wohl 100 Hunde zu vermitteln

„Vielleicht besteht für uns die Möglichkeit, 100 Hunde zu übernehmen“, teilte Dieter Ruhnke vom Deutschen Tierschutzbund einem Rundschreiben mit. „Wir bräuchten dringend eine Rückmeldung unserer Vereine, die bereit sind, mehrere Hunde aufzunehmen. Es könnte eine kurzfristige Aktion werden.“

Labor Neu-Wulmstorf: Details zum Gesundheitszustand der Hunde unbekannt

Um welche Hunde es sich genau handelt, steht noch nicht fest. Auch Details zum Gesundheitszustand der Tiere aus dem Tierversuchslabor Neu- Wulmstorf sind nicht bekannt. „Wir versuchen, hier weitere Informationen zu sammeln, und werden uns dann mit den Vereinen, die Tiere aufnehmen, kurzschließen“, so Ruhnke. Man wolle auf jeden Fall verhindern, dass die Tiere in andere Versuchseinrichtungen gebracht werden.

Im Landkreis Oldenburg steht die Tierschutzgruppe als Ansprechpartner für Menschen zur Verfügung, die Hunde aus dem Labor übernehmen wollen.

Mit Material von dpa

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