Aus Wildeshausen wird Oldenburg Land 

Tierschutzgruppe firmiert unter neuem Namen

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Der Vorstand der Tierschutzgruppe berichtete von der Arbeit im vergangenen Jahr: Edith Kaminski, Karina Kosmalla, Anne Grafe-Wei-brecht, Ute Büsing und Uwe Würfel (v.l.).

Wildeshausen - Die Tierschutzgruppe Wildeshausen heißt in absehbarer Zeit Tierschutzgruppe Oldenburg Land. Den Beschluss fasste der Verein am Freitag im Rahmen der Jahreshauptversammlung in der Gildestube in Wildeshausen. Nun muss die Umbenennung nur noch ins Vereinsregister eingetragen werden.

Damit macht die Tierschutzgruppe auch deutlich, dass sie weiterhin in der Region aktiv ist und mitnichten ihre Arbeit eingestellt hat, nachdem sie in mehreren Kommunen ihre Fundtierverträge verloren hat.

„Wir leisten weiter Tierschutzarbeit in allen Bereichen, die an uns herangetragen werden und die wir auch vorher bearbeitet haben“, betonte die Vorsitzende Anne Grafe-Weibrecht. Die Umbenennung des Vereins sei lediglich aus formalen Gründen erst jetzt erfolgt, das habe die Mitglieder aber nicht an ihrer Arbeit gehindert. „Wir sind allerdings leider derzeit noch nicht wieder durch eine Internetseite präsent. Das wird sich jedoch in Kürze ändern, und dann wird unsere Tätigkeit wieder für eine größere Öffentlichkeit einzusehen sein“, so die Vorsitzende.

Nach wie vor gliedern sich die Aufgaben der Tierschützer in erster Linie in die Bereiche Katzen, Hunde sowie Pferde und Nutztiere auf.

„Bei Fundkatzen oder zugelaufenen Tieren werden wir immer wieder von den betreffenden Menschen gefragt, was zu tun ist und an wen sie sich wenden sollen“, berichtete Grafe-Weibrecht. „Hier hören wir leider auch regelmäßig, dass die Leute bereits Kontakt zum zuständigen Tierheim in Bergedorf aufgenommen hatten und die Auskunft erhielten, dass die Tiere wieder verschwinden, wenn sie nicht gefüttert werden. Eine Aufnahme wurde nur dann in Aussicht gestellt, wenn die Leute selbst die Tiere einfangen und bringen würden. Das ist für viele aber nicht zu leisten.“

Immer wieder gute Lösungen gefunden

Die Tierschützer haben nach eigenen Angaben immer wieder versucht, einen Weg für Tiere und Menschen zu finden und im Verborgenen sowie unspektakulär geholfen. „Für Katzen, die aus unserer Sicht in Bergedorf keine Chance gehabt hätten, haben wir mithilfe befreundeter Vereine und Gruppen immer eine gute und tierschutzgerechte Lösung gefunden“, so der Vorstand in seiner Bilanz.

Pressesprecherin Edith Kaminski berichtete davon, dass es im Bereich Pferde und Nutztiere am schwersten sei, etwas zu bewegen. So hat sie beispielsweise in zwei Fällen seit Jahren auf unzumutbare Haltungsbedingungen der Pferde hingewiesen und Strafanzeigen erstattet. In Ahlhorn ziehe sich eine „extrem schlechte Pferdehaltung“ bereits über einen Zeitraum von fast 20 Jahren hin, ohne dass das Veterinäramt entscheidend eingegriffen habe, kritisierte sie.

Seit dem Frühjahr 2017 betreibt die Tierschutzgruppe am ehemaligen Katzenhaus am Reepmoorsweg in Wildeshausen eine Tiertafel für Bedürftige. Diese ist zweimal im Monat jeweils sonnabends für Tierhalter geöffnet.

Zudem wurde unter der Leitung von Uwe Würfel im vergangenen Jahr von April bis November in jedem Monat mindestens ein Flohmarkt in der Kreisstadt veranstaltet. Hier haben die Helfer insgesamt 3033 Euro erwirtschaftet. Auf dem Weihnachtsmarkt in Wildeshausen wurden in zwölf Tagen jede Menge Lose verkauft und 4617 Euro eingenommen.

dr

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