Tierschutzgruppe Wildeshausen trägt 130000 Euro/Konzept positiv aufgenommen

Tierheim-Neubau neben dem Klärwerk für 550000 Euro

Die Katzen aus dem Katzenhaus können vielleicht bald umziehen.
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Die Katzen aus dem Katzenhaus können vielleicht bald umziehen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wird das geplante Tierheim in Wildeshausen nun endlich realisiert? Die Chancen waren wohl noch nie so gut wie jetzt, denn sowohl die Kosten als auch der Platz des Neubaus sind fixiert.

Wie bereits berichtet, soll das neue Tierheim mit einer Gebäudefläche von 600 Quadratmetern auf einem Areal von 2500 Quadratmetern neben der Kläranlage gebaut werden. Zwar sind sowohl der Flächennutzungs- als auch der Bebauungsplan für den Bereich noch nicht geändert, doch gibt es zumindest vom Landkreis grünes Licht für das Projekt, das im Überschwemmungsbereich der Hunte liegt. Die Politik in Wildeshausen steht mehrheitlich hinter dem neuen Standort und wird von daher einer Änderung der Pläne kaum im Weg stehen.

Am 19. Januar gab es ein Abstimmungsgespräch zwischen den Gemeinden Dötlingen, Großenkneten, Hatten und der Stadt Wildeshausen, bei dem die Baupläne vorgestellt wurden. Die vier Kommunen haben Fundtierverträge mit der Tierschutzgruppe Wildeshausen (TSGW) und wollen sich an der Finanzierung eines neuen Tierheims beteiligen.

„Die Gesamtkosten für unser neues Domizil werden zusammen mit den Ausgleichsmaßnahmen 550000 Euro betragen“, erklärte die Pressesprecherin der TSGW, Edith Kaminski, gestern auf Nachfrage. Der Bau selbst werde mit 400000 Euro veranschlagt.

Die Beteiligung der Kommunen richtet sich nach den Fundtierzahlen. Somit müssten sich die Stadt Wildeshausen und die Gemeinde Großenkneten mit jeweils 140000 Euro sowie die Gemeinden Dötlingen und Hatten mit jeweils 70000 Euro beteiligen. Die TSGW selbst versucht, 130000 Euro aus eigenen Mitteln aufzubringen.

„Unser Konzept wurde von den Gemeinden positiv aufgenommen. Es waren unter anderem die Bürgermeister von Dötlingen, Wildeshausen und Großenkneten dabei“, so Kaminski. Die Entscheidung über eine Mittelfreigabe liege allerdings bei den Räten, die das Geld im Haushalt einplanen müssen.

Im neuen Tierheim sollen bis zu 80 Katzen und zehn Hunde gleichzeitig untergebracht werden können. Das ist knapp gerechnet. „Doch wir verzeichnen rückläufige Fundtierzahlen“, so Kaminski. Unter anderem die Kastrationspflicht in der Kreisstadt, aber auch die Kastrationsaktivitäten der TSGW führten dazu, dass unkontrollierter Nachwuchs eingedämmt werde. Wünschenswert wäre es aber, wenn auch die drei anderen Kommunen eine Kastrationspflicht einführen würden.

Die Unterbringung von Tieren im Katzenhaus wird übrigens vom Landkreis Oldenburg geduldet, bis das Tierheim steht. Das wäre im günstigen Verlauf Anfang 2016 der Fall.

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