Zuschussantrag in Vorbereitung

Tierschützer hoffen auf ein Signal

Viel Platz für Tiere: Anne Grafe-Weibrecht, Frank Stöver und Christian Pundt (v.l.) sehen sich den ehemaligen Schweinestall in Hanstedt an.
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Viel Platz für Tiere: Anne Grafe-Weibrecht, Frank Stöver und Christian Pundt (v.l.) sehen sich den ehemaligen Schweinestall in Hanstedt an.

Wildeshausen – Die Baugenehmigung des Landkreises Oldenburg liegt seit einigen Monaten vor, der Pächter Frank Stöver möchte investieren, und der alte Schweinestall in Hanstedt (Landgemeinde Wildeshausen) ist ausgeräumt. Jetzt hofft die Tierschutzgruppe Oldenburg Land auf ein Signal der Stadt Wildeshausen, dass diese den Umbau der Immobilie mit insgesamt 60.000 Euro (von denen je 20.000 Euro schon für 2021 und 2022 im Haushalt stehen sollen) unterstützt.

Grundvoraussetzung ist allerdings, dass die Stadt die Absicht hat, den Fundtiervertrag mit den Tierschützern ab 2023 abzuschließen. Dann läuft der aktuelle Vertrag mit dem Tierheim Delmenhorst aus.

Die Vorsitzende des Vereins, Anne Grafe-Weibrecht, und Pressesprecherin Edith Kaminski stellten am Montagnachmittag Christian Pundt, Kandidat für das Amt des Landrates, ihr Projekt in der Wildeshauser Landgemeinde vor. Rund 189 000 Euro hat die Planerin für die Umbaukosten veranschlagt. Der Verein selbst kann 60.000 Euro beisteuern. Dazu könnten bei einer Förderung durch die Stadt Wildeshausen bis zu 35.000 Euro vom Deutschen Tierschutzbund kommen, zudem hofft die Gruppe, einiges an Spenden einzutreiben.

Die laufenden Kosten beziffert Grafe-Weibrecht auf 90.000 Euro jährlich. Die Finanzierung müsste gelingen, wenn die Stadt für den Fundtiervertrag das zahlt, was üblich ist, und weitere Einnahmen – beispielsweise durch die Pension – hereinkommen. In dem Tierheim wäre dann Platz für 40 Katzen und einige Kleintiere. Hunde, so die Einschätzung der Tierschützer, würden in der Regel schnell wieder bei ihren Besitzern sein, da sie gechippt sind. Einen Zwinger für Hunde, die im Notfall von der Polizei gebracht werden, soll es aber geben.

Kreiseigenes Tierheim durchaus interessant

Pundt gefielen die Pläne durchaus. Das geplante Heim sei gut gelegen, meinte er. Man müsse klären, ob es nicht in Zukunft eine gemeindeübergreifende Lösung geben könne, um die Einrichtung in Hanstedt zu finanzieren und einem privat geführten Tierheim in Ganderkesee-Bergedorf nicht zu schaden. „Es würde uns gut zu Gesicht stehen, ein kreiseigenes Tierheim zu haben“, so der Kandidat.

Die Tierschützerinnen verwiesen darauf, dass sie im Ehrenamt deutlich mehr leisten können als eine kommerziell geführte Einrichtung. Seit vielen Jahren engagiere man sich, wenn Katzen eingefangen und kastriert werden müssten. Von daher sei es sehr traurig, dass es in mehreren Jahrzehnten nicht gelungen sei, einen Standort für ein Tierheim zu finden.

Nach Angaben von Pächter Frank Stöver ist der Stall über Pfingsten komplett geräumt worden. Die Decke sei gedämmt und der Strom könne von einem nahen Blockheizkraftwerk angeliefert werden. Er müsse einiges investieren, würde aber dennoch nur eine geringe Pacht von den Tierschützern verlangen, um die Kosten zu decken. Der Vertrag würde über 20 Jahre geschlossen, um Planungssicherheit zu bieten.

„Es hängt alles davon ab, ob die Stadt mit uns zusammenarbeiten möchte“, fasste es Grafe-Weibrecht zusammen. Sie hofft ein schnelles und positives Signal.

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