Baugenehmigung für Projekt in Hanstedt erwartet / Zunächst für Katzen und Kleintiere

Tierschützer benötigen 70 000 Euro für Hofumbau

Die Tierschutzgruppe Wildeshausen ist zuversichtlich, das Geld für den Tierschutzhof in Hanstedt zusammenzubekommen. Bei der Adventsfeier sammelten Ebba Rasche, Claudia Heik, Anne Grafe-Weibrecht, Christina Poppe und Christel Eilers (v.l.) 682 Euro ein. - Foto: dr

Wildeshausen - Weitgehend gute Stimmung herrscht derzeit bei der Tierschutzgruppe Wildeshausen. Besteht doch nun die Möglichkeit, einen Tierschutzhof für Katzen und Kleintiere in Hanstedt zu realisieren. Allerdings muss der Verein einiges an Spenden einwerben. Rund 70 000 Euro werden benötigt, um den Umbau hinzubekommen.

„Endlich haben wir nach jahrelangem Hin und Her ein Objekt gefunden, das wir mit vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln umbauen können“, berichtete die Vereinsvorsitzende Christina Poppe im Rahmen des adventlichen Treffens der Tierschützer, bei dem 682 Euro durch Los- und Kuchenverkauf hereinkamen.

Im Oktober habe die Gruppe beim Landkreis Oldenburg einen Bauantrag für den Tierschutzhof in Hanstedt gestellt. „Wir rechnen nun mit einer baldigen Genehmigung“, so Poppe. Zwar musste der Verein noch eine Brandschutzbestätigung und ein Schreiben der Besitzerin einreichen, doch dabei handelte es sich laut der Architektin nur um Formalitäten.

Bis zum Sommer soll der Tierschutzhof fertig sein. Deshalb ist die baldige Baugenehmigung durch den Landkreis ganz wichtig. Zudem geht es um die Fundtierverträge mit der Gemeinde Dötlingen und der Stadt Wildeshausen. Der Vertrag mit Dötlingen soll nach Möglichkeit verlängert werden. Dafür muss aber klar sein, dass es ab Sommer eine reguläre Unterbringung der Tiere gibt. Die Übergangszeit ab Anfang des Jahres kann wohl durch Pflegestellen aufgefangen werden. Das Katzenhaus in Wildeshausen dürfte nur noch kurze Zeit zur Verfügung stehen.

In Wildeshausen laufen die Verträge mit der Tierpension Mahlstedt in Schönemoor (Gemeinde Ganderkesee) noch bis zum 31. Juli. Schon bald müssen sie neu ausgeschrieben werden. Die Tierschutzgruppe kann sich jedoch nur bewerben, wenn sie eine Baugenehmigung für Hanstedt hat und das Veterinäramt eine Bescheinigung für die Tierhaltung ausstellt.

Rund 150 000 Euro kostet der Umbau des ehemaligen Schweinestalls in der Landgemeinde. Von der Stadt Wildeshausen sind 40 000 Euro zugesagt, rund 40 000 Euro kann die Tierschutzgruppe selbst aufbringen. Der Rest muss anders finanziert werden. Und das ist nur der erste Schritt, denn mittelfristig muss die Tierschutzgruppe auch Hunde in Hanstedt unterbringen. Dafür sind weitere Genehmigungen erforderlich.

„Um Geld zu bekommen, werden wir smbolische Bausteine verkaufen“, kündigte Poppe an. Die Gruppe wird vom 9. bis zum 18. Dezember mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Wildeshausen vertreten sein. An der Bude gibt es Lose, zudem kann für ein Tourenrad (ab 100 Euro) und ein Gemälde von Hedwig Jüchter (ab 150 Euro) geboten werden. Das ist bis zum 18. Dezember möglich. Spenden an die Tierschutzgruppe sind unter DE 24280662140002434120 möglich.

Von Dierk Rohdenburg

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