Tierärztin Kim Übermuth wendet Methode an

Akupunktur für Hunde mit Golddraht-Stückchen

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Nicht nur beruflich hat Kim Übermuth mit Hunden zu tun: Hier ist sie mit ihren Tieren „Fred“ (l.) und „Paula“ zu sehen.

Wildeshausen - Bereits seit 1998 ist Kim Übermuth in der Kreisstadt mit ihrer Tierarztpraxis selbstständig. Aber es sind nicht nur die herkömmlichen Behandlungsmethoden, mit denen sie ihren vierbeinigen Patienten hilft. Vielmehr hat sie 2002 die Prüfung für die Zusatzbezeichnung Akupunktur absolviert. Ihr Spezialgebiet ist die Schmerztherapie – besonders in der Orthopädie mittels Akupunktur, Goldakupunktur, Neuraltherapie und Physiotherapie.

Aber was ist Goldakupunktur? „Dabei handelt es sich um eine Dauerakupunktur mit Golddraht-Stückchen, die durch die permanente Einwirkung auf die Akupunkturpunkte und -meridiane den Stoffwechsel erkrankter Gelenke und der Muskulatur verbessern und dadurch zu einer Schmerzlinderung oder auch -befreiung führen“, betont die Tierärztin. Dabei würden stiftförmige Stücke eines hochkarätigen Golddrahtes, in manchen Fällen auch Platin-Implantate, an die Akupunktur- und Schmerzpunkte implantiert. „Die Methode ist minimalinvasiv und bereitet dem Patienten daher keine Operationsschmerzen. Die Implantate wachsen ohne weitere Probleme im Gewebe ein und verbleiben ein Leben lang an der gewünschten Stelle.“ Diese schonende, dauerhafte Schmerztherapie werde bei Gelenkserkrankungen zum Beispiel Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogendysplasie, Kniegelenksarthrosen, Wirbelsäulenveränderungen und deren Folgen eingesetzt.

„Wir arbeiten mit dieser modifizierten Methode, die als ganzheitliche Orthopädie zu verstehen ist, seit nunmehr 16 Jahren erfolgreich in unserer Praxis. Die vorhergehende umfassende Diagnostik mit einer ausführlichen Gangbildanalyse und der Triggerpunktdiagnostik, Untersuchung der Schmerzpunkte, erfasst alle relevanten Schmerzen. Auch die, die sich nur aus der Entlastung der veränderten Gelenke und damit einer Überbelastung in die anderen Gelenke ergeben. Weiterführend werden Röntgenbilder angefertigt.“

Schwieriger Fall: „Cash“

Als Beispiel nennt Übermuth den Bullmastiff „Cash“: „Der damals dreijährige Rüde ,Cash‘ wurde uns 2016 vorgestellt. Ein Jahr zuvor wurde er am linken Knie aufgrund eines Kreuzbandrisses operiert. Die Besitzer berichteten, dass er Probleme mit dem operierten Bein hat. Er konnte schlecht aufstehen und war wenig bewegungsfreudig. Ab und zu lahmte er. Die allgemeine Untersuchung ergab keine besonderen Befunde.“ Bei der Gangbildanalyse sei die Lahmheit hinten links und vorne rechts bestätigt worden. Der Hund sei schwerfällig gelaufen und habe eine deutliche Hüftrotation auf der rechten Seite gezeigt. „Die Ellenbogen waren beide stark ausgestellt und ,Cash‘ schliff über die Vorderfüße. Ein Schwingen im Rücken ließ er nicht zu.“

Die Untersuchung der Triggerpunkte sei für das Tier besonders im Rücken, an den Hüften, den Knien und den Ellenbogen sehr unangenehm gewesen. Nach der Röntgendiagnostik seien alle Befunde und die mögliche Prognose für eine Schmerzbehandlung besprochen worden. „Die Besitzer entschieden sich für eine Goldakupunkturbehandlung ihres Hundes. Schon 14 Tage danach sprachen sie von einer deutlichen Verbesserung der Beweglichkeit. Auch in der Kontrolle des Gangbildes bewegte sich ,Cash‘ schon viele freier. Eine zweite Untersuchung erfolgte zehn Wochen später. Der Rüde zeigte keine Lahmheit mehr und war laut Besitzer viel lauffreudiger und ,lustiger‘. Die Gangbildanalyse und auch die Triggerpunkt-Untersuchung bestätigten dann deutlich diesen positiven Verlauf.“

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