Aktionen und Aufführungen locken Besucher zum Erlebnistag auf Gut Spasche

Theater, Zirkus und Mittelaltermarkt

Beim Kistenstapeln gab es für die Kinder viel Spaß. Sie waren mit einem Seil gesichert. - Foto: an

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Der eine will hoch hinaus, sich im Wettkampf messen, seine Grenzen testen. Der andere taucht gerne ab – in fremde Welten, andere Zeiten oder spannende Experimente. All das war am Sonnabend in Wildeshausen für Groß und Klein möglich: während des Erlebnistages der Privatschule Gut Spascher Sand.

Ein Mittelaltermarkt in der Farmschule zog die Besucher magisch an. Kulinarisch und visuell bekamen Interessierte in der Integrierten Gesamtschule Einblicke in fremde Kulturen. Zahlreiche Mitmachangebote und Vorführungen rundeten das Programm des Tags der offenen Tür ab. Dabei kamen alle Altersklassen auf ihre Kosten. So durften die Kleinsten im Eulennest nicht nur die auf die Montessori-Pädagogik ausgerichteten Spielmaterialien ausprobieren oder sich schminken lassen. Ein Höhepunkt waren dort auch die Aufführungen des Kasperletheaters. Für Eltern bestand die Möglichkeit, zugunsten eines ausführlichen eigenen Rundgangs die kleinen Kinder in Betreuung zu geben.

Aber auch außerhalb des „Kinderhauses“, in dem Krippe und Kindergarten untergebracht sind, gab es für die Kleinen viel zu entdecken: Beim Ponyreiten erlebten viele trotz des durchwachsenen Wetters ihr erstes Reitabenteuer, bei dem sie „auf dem Rücken der Pferde“ einen Hindernisparcours absolvierten. Malen, bauen oder Zirkus spielen war an anderen Stationen rund um die Grundschule gefragt.

Den Höhepunkt des Vormittags stellte die Theatervorführung der fünften Klasse dar. Die Schüler hatten sich den Kinderbuch-Bestseller „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ von Andreas Höfel vorgenommen – hatten aus dem hochbegabten und übervorsichtigen Oskar jedoch eine Olivia gemacht. Kein Auge blieb trocken, als die Zuschauer der Schüler-Version des gefährlichen Abenteuers rund um den Kinder-Kidnapper beiwohnten, das Höfel seine Hauptpersonen bestehen lässt.

Die ebenso seltsamen wie sympathischen Typen brachten die Kinder mit mindestens genauso viel Witz auf die Bühne wie Höfel sie in seinem Buch skizziert: Während Rico, der „tiefbegabte“ Junge, immer ein bisschen länger denken muss als alle anderen, geht sein Freund Oskar – beziehungsweise seine Freundin Olivia – nie ohne Helm aus dem Haus.

Den Schlusspunkt des Vormittags setzten die Kinderchöre in der Aula mit ihren Auftritten. Für den Nachmittag verschob sich der Schauplatz auf das Gelände der IGS mit Oberstufe.

Für alle Fußfaulen und Treckerbegeisterten übernahm der „Shuttle-Kremser“ den Transport. Auf dem Schulhof der IGS stand alles im Zeichen der sportlichen Wettkämpfe. Belebt mit ballbegeisterten Teamplayern war vor allem der Fußballplatz. Ein Kran dagegen stellte den Blickfang für alle dar, die hoch hinaus wollten. Dazu waren allerdings Muskelkraft und Geschicklichkeit gefragt. So baute sich beispielsweise die zehnjährige Charlotte, von dem über den Kran gespannten Seil gesichert, einen wackeligen Turm aus aufeinandergetürmten Kisten, an dem sie emporkletterte. Die Kinder standen Schlange, um sich im Klettern und Stapeln zu versuchen. Wer das Gleichgewicht verlor, fiel zum Glück nicht wie der Turm gleich um, sondern schwebte am Seil in der Luft – und durfte auf Wunsch noch einen Extraflug genießen. Da konnte auch mancher Erwachsener nicht widerstehen.

Im Schulgebäude warteten weitere Highlights: Die Schulband, das Kulturcafé, in dem die achten Klassen Gebäck aus verschiedenen Regionen reichten, die „Reise in fremde Kulturen“, bei der die neunten Klassen über „Rassismus“ sowie „Flucht und Vertreibung“ informierten sowie die Zirkusshow, die elf Mädels während der Osterfreizeit unter Leitung von Saskia und Wickie Monchablon einstudiert hatten.

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