Kein Nachmieter in Sicht

„Telepoint“ schließt am Sonnabend

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Der „Telepoint-Markt“ am Westring ist erst vier Jahre alt, wird aber dennoch am Sonnabend für immer geschlossen. 

Wildeshausen - Der Schock für die 15-köpfige Belegschaft des „Telepoint“-Marktes in Wildeshausen kam am Montagabend im Rahmen einer Betriebsversammlung. Den Angestellten des Elektronik-Fachmarktes am Westring wurde mitgeteilt, dass das Geschäft am Sonnabend, 3. Dezember, seinen letzten Verkaufstag hat und ab 18 Uhr für immer die Türen schließt. Die Kunden sollen wohl erst am Sonnabend schriftlich darauf hingewiesen werden.

„Die Schließung des Marktes in Wildeshausen erfolgt aus unternehmerischen und standortspezifischen Gesichtspunkten“, teilte die Pressesprecherin der Bünting-Gruppe in Leer, Helen Drieling, auf Nachfrage unserer Zeitung mit. „Wir bemühen uns, für die Mitarbeiter eine optimale Lösung zu finden. Wie diese im Einzelnen aussieht, können wir derzeit nicht sagen.“

Im Gespräch sind offenbar Weiterbeschäftigungen in den Märkten in Oldenburg oder Cloppenburg. Für die Immobilie, die im Eigentum von Bünting ist, wird nun ein Nachmieter gesucht. Den Telepoint-Markt in Wildeshausen gibt es seit 2012. Er wurde unmittelbar neben dem Famila-Markt gebaut, der ebenfalls zur Firmengruppe gehört und in seinem Bestand nicht gefährdet sein soll.

Diskussionen über neuen Fachmarkt

Schon vor dem Baubeginn Ende des Jahres 2011 hatte es in Wildeshausen kontroverse Diskussionen über den neuen Fachmarkt gegeben, der fast genau gegenüber des „Euronics XXL“-Marktes gebaut wurde. Dieser hatte keine Genehmigung bekommen, seine Verkaufsflächen zu erweitern, weil der Bebauungsplan das nicht vorsah. Von Experten war bereits damals kritisiert worden, dass es wenig Sinn mache, zwei so ähnliche Märkte nebeneinander zuzulassen. Es war erwartet worden, dass einer der beiden Standorte irgendwann wieder aufgegeben wird.

Die Entscheidung der Bünting-Gruppe steht offenbar im Zusammenhang mit grundsätzlichen Überlegungen. Das Unternehmen weist als Begründung für den geplanten Verkauf aller „Telepoint“-Märkte darauf hin, dass die Branche der Unterhaltungselektronik seit Jahren unter Druck steht. „Der zunehmenden Konkurrenz aus dem Internet und dem sich verschärfenden Preisdruck kann sich auch Telepoint nicht entziehen“, so Drieling. 

dr

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