Bargloy und Lüerte mit dem Kremser und auf dem Fahrrad erkundet

170 Teilnehmer bei Dorfbereisung

Viel Interesse: Sowohl in Lüerte als auch in Bargloy ging es um die Geschichte der Bauerschaften. Foto: Hansemann

Lüerte/Bargloy – Die Wildeshauser Bauerschaften Lüerte und Bargloy standen am Samstagnachmittag im Fokus: Anlässlich der Dorfbereisung des Heimatvereins Düngstrup schauten sich rund 170 Teilnehmer die Siedlungen an, informierten sich über die Geschichte und schwelgten auch mal in Erinnerungen. „Es war eine Frau aus Großenkneten dabei, die ursprünglich aus Lüerte kommt und sich ihr Heimatdorf anschauen wollte“, sagte Hergen Stolle vom Heimatverein, der sich über die „super Beteiligung“ an der Veranstaltung freute. Die Stimmung sei auch von den paar Regenschauern nicht getrübt worden. Die meisten Teilnehmer seien aus der Landgemeinde gekommen, aber es seien auch Wildeshauser und Neubürger dabei gewesen.

In fünf Gruppen, drei mit Kremser, zwei auf dem Fahrrad, durchstreiften die Teilnehmer die beiden Bauerschaften. Während in Lüerte ein fester Gästeführer dabei war, gab es in Bargloy Anlaufstellen, an denen Bewohner über ihr Dorf informierten. Und es gab in beiden Fällen viel zu erzählen. Beispielsweise stammt der Name „Lüerte“ aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet Wiesenheide. In einem Prospektwaren die Höfe beziehungsweise die Namen der Besitzer zu lesen, die es in Lüerte gab und gibt.

„Bargloy“ leitet sich von Barg für Birke und Loy für Lichtung ab. Aus zwei bis drei sogenannten „Urhöfen“ entstanden im Laufe der Jahrhunderte weitere Gehöfte – allesamt an der Brookbäke, wo die Wasserversorgung ganzjährig gesichert war. Detailliert informierte Jens Kuraschinski aus Bargloy in einer Power-Point-Präsentation über die Geschichte der Höfe und ging dabei auch der Frage nach, warum die Bargloyer hin und wieder auch als „Kreienköppe“ bezeichnet werden. Ob die Einwohner ständig am Klagen waren oder wie die Saatkrähen zum Feiern in Lüerte eingefallen sind, ließ er allerdings offen.

Auch wenn es eine insgesamt runde Veranstaltung war, stieß Stolle die in seinen Augen mangelnde Beteiligung der Ratsmitglieder doch etwas sauer auf. Klar, Bürgermeister Kuraschinski als Bargloyer sowie Frank Stöver aus Hanstedt und Gudrun Brockmeyer aus Holzhausen seien dabei gewesen, aber es hätten gerne mehr Kommunalpolitiker sein können, fand er. „Man könnte sich bei der Gelegenheit gleich mal die Straßen sowie die Infrastruktur angucken und hören, was für Probleme es in der Landgemeinde gibt.“ So sei das Thema „Schnelles Internet“ während der Bereisung intensiv diskutiert worden. „Da beklagt sich ja fast jeder Haushalt“, sagte Stolle.

Die jetzige Veranstaltung war die siebte Dorfbereisung des Heimatvereins. Kommendes Jahr sind Hanstedt und Aldrup an der Reihe. „Den Termin müssen die Dorfgemeinschaften machen“, sagte Stolle. Allerdings werde die Veranstaltung wahrscheinlich wieder im Sommer sein. Auch am bewährten Konzept, Kremser und Radfahrgruppen, werde festgehalten. Der Vorsitzende des Heimatvereins hat auch die anderen Bauerschaften, die noch nicht dran waren, auf dem Zettel. Geplant sind noch: Denghausen/Garmhausen sowie Aumühle/Heinefelde. Aber auch einer Bereisung der Kreisstadt Wildeshausen verschließt Stolle sich nicht, ganz im Gegenteil. „Die gehört ja auch dazu. Vielleicht müssen wir da zwei Mal hin, da gibt es ja so viel“, blickte er voraus. Und wenn alle Dörfer durch sind? „Dann lassen wir uns was anderes einfallen“, so Stolle.  bor

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