Technik ist so veraltet, dass kaum noch eine Reparatur möglich ist

Freibad zum Teil marode: Sanierung kostet Millionen

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Wie lange noch gibt es diesen Badespaß im Sommer? Das Freibad in Wildeshausen ist sanierungsbedürftig.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Der Abschlussbericht des Projektsteuerers zum Bau des Hallenbades wurde am Donnerstagabend von der Tagesordnung des Bauausschusses genommen, weil die Zahlen sehr spät vorgelegt wurden. Während abzusehen ist, dass das Bad sogar günstiger gebaut wurde als veranschlagt, dürften den Kommunalpolitikern aber schon bald die immensen Sanierungskosten für das Freibad um die Ohren fliegen.

Die Schätzungen sollen dem Vernehmen nach bis zu vier Millionen Euro betragen, sie werden jedoch noch unter Verschluss gehalten, denn niemand weiß aktuell, was zu tun ist.

Vor Monaten war das Büro „Janßen, Bär, Partner“, das den Neubau des Krandelbades termingerecht und zum vereinbarten Preis realisiert hatte, damit beauftragt worden, auch den Freibadbereich zu untersuchen. Dabei kam ganz offensichtlich heraus, dass die Technik so marode ist, dass größere Probleme zu einem Total-Ausfall führen könnten. Eine Reparatur sei dann kaum noch möglich, was eine Schließung des Bades zur Folge hätte, so die Einschätzung.

Große Probleme gibt es dem Vernehmen nach beim Nichtschwimmerbecken, das kaum saniert werden kann. Das große 50-Meter-Becken ist offenbar ebenso wie das Becken unter dem Sprungturm noch so brauchbar, dass eine Edelstahlwanne für einen Weiterbetrieb sorgen könnte.

Das erste Freibad der Stadt wurde am 1. Juli 1956 im Krandel eröffnet. Die Anlage genügte 1975 den Ansprüchen nicht mehr, zumal es durch ein neues beheiztes Schwimmbad in Harpstedt eine große Konkurrenz bekommen hatte. An seiner Stelle entstand deshalb ein neues, beheiztes Freibad, das am 24. Juni 1977 seiner Bestimmung übergeben wurde. Aus dieser Zeit dürften einige Bestandteile des Bades noch immer stammen. Sie sind damit annähernd 40 Jahre alt und wenig kompatibel mit modernem Material.

Wie die Politik mit der neuen Hiobsbotschaft umgehen wird, ist noch nicht klar. Offizielle Stellungnahmen gibt es nicht. Angesichts großer finanzieller Belastungen, die durch den Bau des Feuerwehrhauses auf die Stadt zukommen, ist es unwahrscheinlich, dass zeitnah ein weiteres Großprojekt gestemmt werden kann. Ein nicht mehr funktionsfähiges Freibad neben einem neuen Hallenbad dürfte jedoch gerade im Sommer für Verdruss bei den Bürgern sorgen.

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