Selbsthilfegruppe in Gründung

„Teamwork gegen Einsamkeit“

Wollen eine Selbsthilfegruppe initiieren: Swetlana T. (r.) und Irma Hamann.
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Wollen eine Selbsthilfegruppe initiieren: Swetlana T. (r.) und Irma Hamann.

Wildeshausen – Es gibt vermutlich einige Menschen, die sich einsam fühlen. In Wildeshausen wollen sich Betroffene in einer Selbsthilfegruppe gegenseitig unterstützen.

Für Einsamkeit gibt es viele Gründe, und die Corona-Pandemie hat es durch die Kontaktbeschränkungen sicherlich nicht leichter gemacht, andere Menschen zu treffen, sich über Interessen und Nöte auszutauschen und gemeinsame Unternehmungen zu starten.

Viele Menschen fühlen sich aber unabhängig davon einsam und möchten das ändern, um ein schöneres Leben zu führen. Wie beispielsweise Swetlana T. (voller Name der Redaktion bekannt) aus Wildeshausen, die zwar immer wieder Menschen trifft, die ihr sympathisch sind, die aber die Erfahrung macht, dass der Kontakt in der Regel oberflächlich bleibt und dann wieder abbricht.

Menschen mit ähnlichen Erfahrungen gesucht

Swetlana T. möchte sich damit nicht abfinden und hat die Initiative ergriffen: Die 32-Jährige wandte sich an die Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Oldenburg und beschloss zusammen mit deren Leiterin Irma Hamann nach weiteren Menschen in Wildeshausen und Umgebung zu suchen, die sich mit ähnlichen Erfahrungen zum Thema austauschen und sich gegenseitig unterstützen wollen. Es geht darum, gemeinsam positive Strategien gegen Einsamkeit zu entdecken und zu entwickeln.

„In der Gruppe ,Teamwork gegen Einsamkeit’ können wir Wege aus der Einsamkeit suchen und zusammen Spaß haben. Schön wäre es auch, gemeinsam etwas in der Freizeit zu unternehmen“, sagt Swetlana T.

„Sie ist die Erste, die mit diesem Problem auf mich zugekommen ist. Ich glaube, der Bedarf für eine Selbsthilfegruppe ist in jedem Fall da“, berichtet Hamann. „Ich finde es sehr mutig von Swetlana, sich zu melden. Einsamkeit ist in ihrer Altersgruppe ja eigentlich eher ungewöhnlich.“

Betroffene im Alter zwischen 30 und 40 Jahren gesucht

Gesucht werden Betroffene im Alter von etwa 30 bis 40 Jahren, die durchaus auch ein therapeutisches Interesse an der Frage haben, warum sie einsam sind und was sie dagegen tun können. Auf Zettel, die Swetlana in der Stadt ausgehängt hat, habe sich bereits eine Person gemeldet, berichtet Hamann. „Ich sammel erst einmal, wer sich sonst noch meldet“, erzählt sie. Im Rahmen eines ersten Kennenlerntreffens könnten die Teilnehmer dann ausloten, was sie sich wünschen und wo sie sich treffen wollen. Anonymität sei selbstverständlich.

Hamann begleitet die Gruppe zunächst. Später sollen sich die Teilnehmer – wie es der Name der Gruppe ja sagt – selbst helfen. „Alle sind gleichberechtigt und gegenseitige Achtung ist die Voraussetzung“, betont Swetlana T. Wer Interesse hat, kann sich zunächst bei Hamann in der Selbsthilfekontaktstelle unter Telefon 04431/7097585 oder per E-Mail an selbsthilfekontaktstelle@mischmit.org melden.  

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