Bärbel Mack mit Präsenten aus dem Fahrbetrieb verabschiedet

„Tante Bürgerbus“ verlässt den Fahrersitz

Nach der letzten Tour: Jochen Hoppe, Bärbel Mack, Rudi Birnstein und Volkmar Hafemann (v.l.).
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Nach der letzten Tour: Jochen Hoppe, Bärbel Mack, Rudi Birnstein und Volkmar Hafemann (v.l.).

Wildeshausen – Bärbel Mack ist in Wildeshausen bei vielen Kunden als „Tante Bürgerbus“ bekannt. Sie spielte unter diesem Namen in einem Werbefilm des Verkehrsverbundes Bremen-Niedersachsen mit. Außerdem kennt sie fast jeder Fahrgast, weil die 75-Jährige von Anfang an im Verein aktiv ist, zehn Jahre lang ehrenamtlich den Bus gesteuert und dabei mehr als 27 000 Kilometer zurückgelegt hat.

Nach ihrer letzten Fahrt am Dienstag erwarteten sie um 11.24 Uhr an der Haltestelle Dr.-Dürr-Straße in Wildeshausen der Vereinsvorsitzende Jochen Hoppe sowie sein Stellvertreter Volkmar Hafemann mit einer Orchidee sowie Pralinen. Zur Überraschung aller stieg auch Rudi Birnstein aus dem Fahrzeug aus. Der 90-Jährige fährt nahezu täglich eine Strecke im Bus und legt den Heimweg zu Fuß zurück, um fit zu bleiben. „Reiner Zufall, dass ich jetzt dabei bin“, sagte der Senior, der jede Fahrt bezahlt und auf den Bus nicht verzichten kann sowie will, weil er schon lange nicht mehr selbst Auto fährt.

Mack ist nach Angaben von Hoppe die Fahrerin, die in den vergangenen zehn Jahren mit 449 Einsätzen die meisten Touren hatte. Sie war schon dabei, als der Bürgerbus noch drei Strecken fuhr. „Vor Beginn der Fahrten haben wir sogar die Haltestellenschilder selbst angebracht“, berichtete die scheidende Fahrerin, bei der eine erneute Überprüfung für den Beförderungsschein anstand. „Man hat ja eine große Verantwortung gegenüber den Fahrgästen. Und im Alter reagiert man nicht mehr so gut, wie früher“, bilanzierte Mack und erklärte somit, warum sie nun das Lenkrad abgab. Am Dienstag übernahm Wolfgang Schulz die Tour und fuhrt weiter in Richtung Katenbäker Berg.

Es werden Frauen als Fahrerinnen gesucht

Mack hatte nach eigenen Angaben viele Stammgäste. „Einige sind heute zum Abschied noch einmal mitgefahren“, berichtete sie. Schade sei es gewesen, wenn Kunden nicht mehr aufgetaucht seien – weil sie erkrankten oder starben.

Die Fahrer des Bürgerbusses wissen oft viel von den Kunden. Wie beispielsweise von der Frau, die immer zu Famila fährt und dann auch wieder dort abgeholt werden möchte. „Da habe ich dann dem Kollegen Bescheid gesagt, damit er wartet, wenn sie sich ein wenig an der Kasse verspätet“, so Mack.

Rund 20 Fahrer gibt es derzeit im Verein. Pro Woche werden 15 Männer und Frauen benötigt, um alle Touren abzudecken. „Uns fehlen Frauen“, sagte Hoppe. „Es wäre schön, wenn sich welche melden.“ Mack hingegen wird jetzt nur noch als Mitfahrende im Bürgerbus sitzen. Dann könnte sie auch die neue Haltestelle „Geesthöfe“ ansteuern. Die gibt es demnächst anstelle der Haltestelle bei der Raiffeisen-Warengenossenschaft.  

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