Willi Meyer kritisiert Disziplin und Alkoholkonsum beim Appell

Tamboure stimmen Oberst gnädig

Die Tamboure marschierten dreimal durch den Rathaussaal, wie es vorgeschrieben ist, und stimmten so den Oberst der Gilde, Willi Meyer, gnädig. Fotos: bor

Mit viel Luft nach oben präsentierte sich das Tambourkorps am Donnerstag bei der Himmelfahrtsversammlung der Wildeshauser Schützengilde im Rathaussaal.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Zumindest befand Oberst Willi Meyer: „Sie haben uns warten lassen.“ Zwei der Trommler waren zu spät gewesen. Auch dass sich die Tamboure im Lauf des Appells mit Unterstützung von Schaffer Fabian Reinke einen Schnaps genehmigten, kam bei dem Gildeoffizier nicht so gut an. 

Dabei hatte der Hauptmann der Wache, Detlev Hohn, noch gemeldet, das Tambourkorps befände sich in einem „hervorragenden Zustand“. „Ich wusste nicht, was Fake-News sind. Jetzt weiß ich es“, konterte Meyer trocken. „Beweisen Sie, dass Sie es können“, forderte er maximalen Einsatz von den Tambouren. Der dreimalige Rundgang durch den Saal mit ohrenbetäubendem Trommelspiel überzeugte den Oberst dann. „Der Auftritt hat mich versöhnlich gestimmt“, so Meyer, der das Tambourkorps flugs beauftragte, zu verkünden: „Pingsten ward fiert.“

Der Disput zwischen Oberst und Wache-Hauptmann unterstrich einmal mehr den nicht ganz ernst gemeinten Charakter der Versammlung, bei der es auch immer darum geht, den Beschluss „satt Braunbier“ zu fassen. Doch das muss erst einmal ein Gildebruder beantragen, und da haperte es am Donnerstag doch ein wenig. „Sollte es keinen Antrag geben, gibt es kein Freibier“, malte Meyer ein „Horrorszenario“ an die Wand. Das schreckte dann offenbar Elmar Coert von der Wachkompanie auf. „Da würden wir doch arg leiden“, meinte er und forderte „Bier nur für die Wache“, womit er Gelächter im voll besetzten Saal auslöste. „Wir werden euch schon satt machen“, kündigte Oberst Meyer an. Und mehrheitlich entschied sich die Versammlung für „satt Braunbier“ – ob das nur für die Wache gilt, wird noch zu klären sein.

Durch Abwesenheit glänzte übrigens der General der Gilde, Jens Kuraschinski. „Der General besucht verschiedene Brauereien“, entschuldigte Meyer das Fehlen des Bürgermeisters. Kuraschinski nehme Kostproben, damit das Bier zum Gildefest auch schmecke.

Was die Festivitäten anging, informierten die wichtigsten Ausschussvorsitzenden die Versammlung darüber, dass die meisten Vorbereitungen abgeschlossen oder in der Umsetzung sind. Das Zelt wird kommende Woche Dienstag aufgebaut. Karten für die Feier können am Sonntag, 9. Juni, ab 13 Uhr im Kassencontainer am Marktplatz geholt werden.

Auch die Kompaniequartiere wurden bekannt gegeben: Die Königs- und die Westertor-Kompanie versammeln sich bei der „Gildestube“, die Ratskompanie bei der alten Feuerwehr, die Kompanie Cornauer Tor bei der Konzertmuschel, die Kompanie Huntetor bei Landmaschinen Schröder an der Heemstraße und die Wachkompanie im Rathaus. Pfingsten kann kommen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Der Schuhtrend für Frauen: Mit Stiefeln durch den Sommer

Der Schuhtrend für Frauen: Mit Stiefeln durch den Sommer

Der Range Rover wird 50 Jahre alt

Der Range Rover wird 50 Jahre alt

Wie barrierefrei ist die Kreuzfahrt?

Wie barrierefrei ist die Kreuzfahrt?

Städtereise New York: Queens ist die Königin der Kulturen

Städtereise New York: Queens ist die Königin der Kulturen

Meistgelesene Artikel

Windböe drückt Lastzug in Planke

Windböe drückt Lastzug in Planke

Erste Bäume vor der Klinik entfernt

Erste Bäume vor der Klinik entfernt

SPD fordert Pflege- und Wohnstrategie

SPD fordert Pflege- und Wohnstrategie

Gründer des Einkaufsverbandes „KüchenTreff“ sagt „Danke“

Gründer des Einkaufsverbandes „KüchenTreff“ sagt „Danke“

Kommentare