Kindertambour Max Schilling erlebt sein erstes Gildefest als Trommler / „Es ist schon ungewohnt, wenn mich alle angucken“

Tamboure bedanken sich bei Peter Spille für die Bewirtung

Die Tamboure schenkten Peter Spille (links) einen hochwertigen Holzkohlegrill. Damit bedankten sie sich für die jahrelange Bewirtung. - Fotos: bor

Wildeshausen - Ohne Mampf kein Kampf: Mitglieder des Tambourkorps der Wildeshauser Schützengilde haben sich am Sonnabend im Garten von Juwelier Peter Spille versammelt und für die kommenden Aufgaben gestärkt. Als Dank für die jahrelange Bewirtung schenkten die Tamboure ihrem Gastgeber einen hochwertigen Holzkohlegrill. Seit mehr als zehn Jahren kehren die Tamboure zum Gildefest bei Spille ein, der sie stets gerne empfängt.

Mit von der Partie waren auch die Kindertamboure, die zwischen ihren Terminen vorbeikamen. Vom Wecken um 8.30 Uhr bis zum Einmarsch in die Stadt am Abend trommeln sie diverse Male beim Kinderschützenfest.

Zum ersten Mal mit dabei ist in diesem Jahr Max Schilling. Der Vater des 14-Jährigen ist der 2013er-König Jörg Schilling. Max trägt am Pfingstdienstag die Fahne der Königskompanie, wenn sich die Gildebrüder von der Herrlichkeit auf den Weg in den Krandel machen. „Es ist schon ungewohnt, wenn mich dann alle angucken“, erzählt der Gymnasiast, wie sich der Ausmarsch für ihn anfühlt.

Max ist einer von sieben Kindertambouren. Gab es in der Vergangenheit hin und wieder Nachwuchssorgen, so ist das Interesse inzwischen so groß, dass Matthias Lenz, der den Trommlernachwuchs unter seine Fittiche nimmt, eine Warteliste führt. Zwischen 10 und 15 Jahren sollen die Kindertamboure sein und der Abteilung nicht länger als fünf Jahre angehören.

Bis er ausscheiden muss, will Max noch ordentlich trommeln. „Das macht schon Spaß“, räumt er ein wenig schüchtern ein, während seine Kameraden ihn damit necken, er könne den Takt ja eh nicht halten. Der 14-Jährige marschiert vorne links, also in der ersten Reihe hinter Kindertambourmajor Piet-Ole Wulf.

Noch ein paar Jahre, dann kann Max der Gilde beitreten, worauf sich der künftige Schwarzrock schon freut. Aber bis dahin zieht er wohl noch manches Mal durch die Innenstadt und trommelt laut vor sich hin. J bor

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