In „80 Takten“ um die Welt und durch die Epochen

Familie Grössler beschert musikalischen Jahresausklang

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Ralf Grössler und seine Familie sorgten in Wildeshausen für einen musikalischen Jahresausklang.

Wildeshausen - „In 80 Takten um die Welt“ lautete am Sonntagabend das Motto des Silvesterkonzertes, zu dem die Familie Grössler in die Wildeshauser Alexanderkirche eingeladen hatte. Selbstverständlich waren mehr als 80 Takte zu hören. Das Publikum erlebte nicht nur eine musikalische Reise um die Welt, sondern auch durch unterschiedliche Epochen.

Die Reise begann im Italien des Barock mit dem ersten Satz des „Concerto in a-moll“ von Antonio Vivaldi. Ursprünglich komponiert für Violine und Piano, interpretierten es Dagmar Grössler-Romann und Ralf Grössler eindrucksvoll in einer Bearbeitung für Pauken und Orgel. Weiter ging es nach Frankreich. Jean-Joseph Mourets „Rondeau“ erklang in einer interessanten Instrumentierung für Piano und Vibraphon. Mit dem afrikanisch-amerikanischen Spiritual „Go, tell it on the mountain“ wurde das Publikum musikalisch nach Afrika geschickt. Der Aufforderung zum Mitsingen folgten die Gäste im voll besetzten Mittelschiff allerdings zögerlich.

Tosender Applaus

Dagmar Grössler-Romann am Vibraphon und Ralf Grössler am Piano landeten mit Peter Tschaikowskis „Juni“ aus den „Jahreszeiten“ im tiefsten russischen Sommer, bevor es mit einem Zeitsprung von der „ernsten“ zur Popmusik ging. Den Ursprungstitel „Männer“ von Herbert Grönemeyer textete der Kantor augenzwinkernd zu Grösslers „Heiden“ um. Begleitet wurde er von seinem Sohn Yngve, der zum ersten Mal vor großem Publikum Schlagzeug spielte, wie Grössler dem Publikum in seiner Moderation verriet. Yngve begleitete seine Eltern auch auf der Reise nach Japan. Mit ihrem Vater gemeinsam erzählte schließlich Tochter Ylva Grössler eine Geschichte mit Bildern der amerikanischen Fotografen Carl R. Sams II. und Join Stoick. „Geheimnisvoller Besuch im Winterwald“ hieß das Fotomärchen, das von einem weißen Reh handelte.

Mit dem Kinderlied „Herr Holle“ von Christamaria Fiedler forderte Grössler alle Männer zu häuslicher Hilfe aus. Nach einem Zwischenstopp in Finnland gelangte die Weltreise zu ihrem abschließenden alljährlichen Höhepunkt. In das Lied von Reinhard Horn „Ein Engel möge dich bewahren“ stimmte dann auch das Publikum begeistert mit ein und entließ die Familie Grössler nach einem tosenden Applaus – nicht ohne die obligatorische Zugabe „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck – in die Silvesternacht. 

hri

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