Einrichtung hofft auf Unterstützung / Ausgabe ab jetzt nur noch für Bedürftige mit Mundschutz

Tafel hat genug Lebensmittel, aber zu wenig Spenden

Packten mit an: Drei Mitglieder der Jusos haben bei der vergangenen Lebensmittelausgabe mitgeholfen. Foto: Jusos

Wildeshausen – Lebensmittel hat die Wildeshauser Tafel genug, aber finanzielle Spenden verzeichnet der Vorsitzende Gerd Aring derzeit kaum. „Es wird immer viel gesagt, dass gespendet wird, aber wir merken es nicht.“ Dagegen hätten einzelne Bürger sogar Mehl und Nudeln vorbeigebracht, und die Kooperation mit Betrieben aus Wildeshausen und dem Umland funktioniere nach wie vor. „Wir bekommen genügend gute Ware, zum Beispiel Forellenfilets von den Ahlhorner Fischteichen oder tief gefrorenes Fleisch.“ Wenn die Versorgung mit Lebensmitteln so gut ist, warum braucht es dann überhaupt finanzielle Spenden? „Wir haben ja kaum Einnahmen“, meint Aring und verweist auf Kosten für die Instandhaltung der Fahrzeuge sowie die Anschaffung von Verbrauchsmaterial vom zurzeit teuren Desinfektionsmittel bis hin zu Handschuhen.

Es könnten ruhig mehr Leute zur Ausgabe auf dem Gelände der Diakonie Himmelsthür kommen, sagt der Tafel-Vorsitzende, der sich sicher ist: „Die Bedürftigkeit ist höher.“ Allerdings dürfen die Menschen die Lebensmittel ab dieser Woche nur noch mit Maske abholen. Wer keine hat, bekommt von den Tafel-Mitarbeitern ein Exemplar.

„Die Leute müssen Zeit mit bringen“, warnt Aring, der von einer Riesenschlange am vergangenen Donnerstag spricht. Die Ausgabe beginnt um 14 Uhr und letzter Einlass ist um 16 Uhr. Eigentlich, denn wer nicht erst dann kommt, sondern schon lange wartet, wird auch noch bedient. „Wir schicken keinen nach Hause“, betont Aring. Man müsse aber schon rechtzeitig da sein.

Immer am Start sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Bei der Ausgabe habe sich niemand abgemeldet, informiert Aring. Allerdings hätten beim Putzen des Gemüses sowie beim Einräumen Leute gefehlt, da einige Engagierte wegen der Coronakrise zu Hause geblieben seien. Die Jusos Wildeshausen wären allerdings eingesprungen. „Die haben spontan ausgeholfen“, freut sich Aring. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die ehrenamtliche Arbeit der Tafel so wichtig. Sie hilft Menschen, die wenig Geld zur Verfügung haben“, heißt es von den Jusos.

Wer die Tafel unterstützen möchte, kann spenden, sich und seine Zeit einbringen oder zum Beispiel eine passive Mitgliedschaft erlangen. Weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten gibt es auf der Internetseite www.wildeshauser-tafel.de.  bor

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