Schulausschuss berät über BBS Wildeshausen und Förderschule Hude

Tablets und ein Erweiterungsbau

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Ein Schüler arbeitet in der Waldschule Hatten in seinem Klassenzimmer am Tablet. 

Wildeshausen/Hude - Nicht nur die Berufswelt wird zunehmend vom digitalen Wandel geprägt - Schule und Ausbildung ebenso: Tafel, Kreide und Schulbuch waren gestern, der Unterricht von morgen wird zunehmend elektronischer. Digitale Tafeln haben längst Einzug in die Bildungseinrichtungen gehalten. Doch damit nicht genug: Das berufliche Gymnasium in Wildeshausen hat jetzt beim Landkreis die Nutzung von Tablet-Computern beantragt. Dies ist eines der Themen, mit denen sich die Mitglieder des Schul- und Kulturausschusses des Gemeindeverbundes während seiner heutigen Sitzung beschäftigen werden.

„Die Berufsbildenden Schulen Wildeshausen beabsichtigen, zum Schuljahr 2019/2020 mit den elften Klassen des beruflichen Gymnasiums einen bedeutenden Schritt in die digitale Bildung zu gehen, indem dort zum kommenden Sommer der Unterricht mit Tablet-Computern eingeführt werden soll“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Neben den bereits vorhandenen Activeboards (große digitale Tafeln) soll fächerübergreifend aufbauend ab Klasse elf mit diesen Geräten der Unterricht in vielen Fächern gestaltet werden. Ziel sei es, Medienkompetenz sowie „digitale Ordnungsstrukturen“ aufzubauen beziehungsweise zu erweitern.

Finanziert werden die Kleincomputer weder von Schule noch Landkreis, sondern von den Eltern der Schüler. Ein geeignetes Gerät schlage mit rund 400 Euro zu Buche, heißt es weiter. Dazu ist unter anderem vorgesehen, ein Angebot zum Mietkauf über einen externen Anbieter zu gewährleisten, über das ein Gerät für etwa 15 Euro im Monat gemietet werden kann. Am Ende der Laufzeit geht das Tablet dann in das Eigentum der Schüler beziehungsweise Eltern über. Ein bislang erforderlicher, grafikfähiger Taschenrechner kostet zwischen 100 und 120 Euro und werde dann nicht mehr benötigt, rechnet die Verwaltung gegen. Dass die Kosten für manche Familien ein Problem darstellen können, ist dem Kreis allerdings bewusst: „In den Vorgesprächen zwischen Schule, Kreisverwaltung, Elternvertretern und Förderverein wurde insbesondere die Problematik der Finanzierung für finanzschwache Familien erörtert“, heißt es weiter. Der Förderverein der BBS habe sich dazu bereit erklärt, im Falle einer Bedürftigkeit einen Mietkauf des Gerätes „in geeigneter Weise“ zu unterstützen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschäftigt sich der Ausschuss mit dem Raumbedarf der Förderschule für geistige Entwicklung an der Vielstedter Straße in Hude. Um mehr Platz zur Verfügung zu stellen, hat der der Landkreis Oldenburg zwischenzeitlich die ehemalige, unweit gelegene katholische Grundschule in Hude erworben. Das zusätzliche Areal umfasst rund 3.900 Quadratmeter. Die Räume dort waren schon vorher von der Förderschule mitgenutzt worden. 77 Lehrer und Betreuer kümmern sich gegenwärtig um 122 Schüler, Tendenz weiter steigend. In Abstimmung mit der Schule sieht der Landkreis unter anderem einen Neubau auf dem erworbenen Areal vor. Dadurch könne nicht nur der Platzbedarf gestillt, sondern auch den besonderen Anforderungen der Schulform Rechnung getragen werden, heißt es in der Vorlage. Die reinen Baukosten werden auf rund 4,1 Millionen Euro geschätzt. Zunächst soll jedoch ein Fachplaner einen entsprechenden Entwurf vorlegen. Dafür soll der Ausschuss zunächst eine Summe von 150. 000 Euro befürworten.

Die öffentliche Sitzung beginnt heute um 17 Uhr im Sitzungsraum B des Kreishauses in Wildeshausen. 

fra

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