Symbolische Aktion zum Weltfriedenstag/Schüler formulieren Wünsche

„Friedensbaum“ schlägt Wurzeln auf der Burgwiese

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Wolfgang Däubler (l.) half beim Pflanzen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Burgwiese in Wildeshausen schmückt seit gestern ein „Friedensbaum“. Er wurde von Vertretern der Ahmadiyya-Gemeinde Delmenhorst zusammen mit dem stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Däubler gepflanzt. Wildeshauser Schüler formulierten Friedenswünsche und sangen Lieder.

Die Veranstaltung mit allen staatlichen Wildeshauser Grundschulen wurde vom Präventionsrat der Stadt organisiert. Die Gleichstellungsbeauftragte Charlotte von Olearius begrüßte die Kinder und zeigte sich begeistert über die erneut große Resonanz der Schulen.

Däubler erklärte den Jungen und Mädchen, dass es praktisch in jeder Weltreligion die Sehnsucht nach Frieden gibt. „Die Juden sagen Shalom, die Moslems begrüßen sich mit Salam, und in den Kirchen sprechen die Gläubigen während des Gottesdienstes ‚Der Friede sei mit dir‘“, so der stellvertretende Bürgermeister. „Wir wollen alle Frieden, doch um uns herum ist Krieg“, betonte Däubler mit Blick auf die Ukraine, nach Syrien oder in den Irak. Er machte aber auch deutlich, dass Frieden im Kleinen beginnt, „indem wir unseren täglichen Egoismus in den Griff bekommen und uns daran erinnern, den Anderen zu achten“.

Ganz spontan ermunterte Däubler die Schüler, sich an den Händen zu fassen und zu sprechen: „Der Friede sei mit euch.“

„Islam heißt Frieden“, stand auf einem Schild der Ahmadiyya-Gemeinde. Es handelt sich um die weltweit größte islamische Reform-Gemeinde, die sich für die Trennung von Religion und Staat ausspricht sowie die Gleichberechtigung von Frauen und Männern praktiziert. Aus diesem Grund wird sie auch von extremistischen Islamisten angefeindet. Die Gemeinde hatte der Stadt angeboten, einen „Friedensbaum“ zu pflanzen. Diese Offerte nahm der Präventionsrat gerne an, und so gab es eine schöne symbolisch Aktion an der Hunte. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch musikalische Beiträge von allen drei Grundschulen. Die Kinder lasen zudem selbstverfasste Friedenswünsche vor. Die Blätter mit den Wünschen wurden schließlich an den Baum gehängt oder zu Füßen des Stammes abgelegt. Ähnliche Aktionen fanden gestern noch einmal auf den Höfen aller Wildeshauser Grundschulen sowie der Hunteschule, Förderschule Lernen, statt.

Während die Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde kleine Präsente an die Schüler verteilten, boten die Frauen des Mehrgenerationenhauses selbst gebackene Friedenskekse an.

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