Dokumentation ab Oktober im Kreishaus

Suche nach Exponaten für eine Ausstellung über die „Polizei im NS-Staat“

Mit diesem Foto wird die Ausstellung über die Polizei im NS-Staat angekündigt. Es wird noch Material gesucht.

Wildeshausen - Die Polizei war im Nationalsozialismus bis zum Schluss eine verlässliche Stütze des Unrechtsstaates. Es hat lange gedauert, bis sich diese Tatsache auch innerhalb der Polizei der Nachkriegszeit durchsetzen konnte, so die Feststellung der Polizeiakademie Niedersachsen in einer Mitteilung zu einer Ausstellung unter dem Titel „Ordnung und Vernichtung – Die Polizei im NS-Staat“, die erst 2008 von der Innenministerkonferenz des Bundes und der Länder in Auftrag gegeben wurde.

Teile dieser Dokumentation werden nun vom 24. Oktober bis zum 15. November im Kreishaus in Wildeshausen gezeigt. Neben dem festen Teil der Ausstellung, versucht die Polizei auch, einen regionalen Aspekt zu beleuchten. Dafür sucht die Polizeiinspektion Material aus Wildeshausen und dem Landkreis Oldenburg. „Das können Gegenstände und Dokumente, aber auch spannende Geschichten sein“, so Désirée Krikkis, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Delmenhorst-Oldenburg-Land, Wesermarsch. Wer etwas beitragen könne, solle sich bei ihr unter Telefon 04221/1559104 melden.

Die Ausstellung wurde in Kooperation der Deutschen Hochschule der Polizei mit dem Deutschen Historischen Museum in Berlin erarbeitet. In der Hauptstadt war die Ausstellung 2011 zu sehen und zog rund 50.000 Besucher an. Im Anschluss wurden die wesentlichen Inhalte als Kernthesen den Bundesländern zur Verfügung gestellt. So bot sich die Möglichkeit, die Dokumentation mit für den Bereich Niedersachsen bedeutsamen Inhalten und Exponaten zu erweitern.

Ein anfängliches Problem war, dass es das Land Niedersachsen vor 1946 noch gar nicht gegeben hat. Die Ergänzungen beziehen sich also auf die Vorgängerregionen, also die preußische Provinz Hannover und die Länder Oldenburg, Braunschweig und Schaumburg/Lippe. Es wurden regionale Ereignisse dargestellt, wie das Zurschaustellen von sogenannter „Rassenschande“ in Norden oder die Deportation von jüdischen Mitbürgern aus Hildesheim. Ein besonderes Augenmerk richtet die Ausstellung auf die Beteiligung von Polizeiangehörigen während des Zweiten Weltkriegs und thematisiert personelle Kontinuitäten der Nachkriegspolizei.

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