Auf der Suche nach diplomatischen Lösungen

Gymnasiumsschüler nehmen an „Model United Nations“ in Oldenburg teil

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Jennifer Meckelburg, Christopher Hoyer, Johannes Balke, Niklas Henke und Michelle Müller (v.l.) mit ihren Urkunden.

Wildeshausen - Nicht die persönlichen Interessen vertreten, sondern in die Rolle von Staaten oder Nichtregierungsorganisationen schlüpfen – das ist gar nicht so einfach. Die Schüler des Wildeshauser Gymnasiums arbeiteten sich vier Tage intensiv in verschiedene Themen ein – und waren dabei erfolgreich. Sie nahmen am Planspiel „Model United Nations“ (OLMUN) in Oldenburg teil.

Es handelt sich um die größte Konferenz Europas mit Schülern aus aller Welt, die Entscheidungsprozesse der Vereinten Nationen nachzuzeichnen versucht. „Das Besondere an dem Treffen ist, dass es allein von Schülern organisiert wird“, so die betreuende Lehrkraft aus Wildeshausen, Sarah Ahmad. „Für den sogenannten Inner Circle kann sich jeder Schüler bewerben. Dieses Team beginnt unmittelbar nach einer OLMUN mit der Planung der nächsten. Als Mitglied des Inner Circles nimmt man Einfluss auf alle zentralen Fragen. Christopher Hoyer ausdem elften Jahrgang war dieses Mal Mitglied.“

Zu den diesjährigen Teilnehmern des Wildeshauser Gymnasiums zählten nebenChristopher Michelle Müller (10a), Johannes Balke (8a), Niklas Henke (8a) und Jennifer Mecklenburg (10b). Die Schüler vertraten die Malediven und Uganda. Sie hatten sich unterschiedliche Gremien der Vereinten Nationen ausgesucht und in die Thematik, die zur Debatte stand, eigenständig eingearbeitet. „Johannes und Niklas haben sich mit Cyberkrieg als neue Bedrohung durch westliche Staaten für die Weltordnung beschäftigt. Jennifer und Michelle hingegen haben sich damit auseinandergesetzt, wie sich arme Länder gegen die Ausbeutung durch illegalen Organhandel zugunsten reicher Industriestaaten wehren können. Christopher wiederum musste die Frage klären, inwiefern die internationale Staatengemeinschaft nach großen Naturkatastrophen Verantwortung in Form der Unterstützung beim Wiederaufbau übernehmen wird“, erläuterte Ahmad. „Es waren also wieder spannende Themen, die man so nicht im Unterricht behandelt. Bemerkenswert an dem Simulationsspiel ist, dass die Schüler die Probleme aus dem Blickwinkel eines Landes betrachten, mit dem sie sich in der Regel nicht beschäftigt haben.“ Meist würden die Jugendlichen aus den Medien und der Schule nur die westliche oder europäische Sicht auf viele Problemfragen kennen. Der Perspektivwechsel sei neben dem Austausch mit vielen Delegierten aus aller Welt die größte Bereicherung.

Die Konferenz lief für die Wildeshauser erfolgreich: Jennifer und Michelle setzten eine Resolution zur Regelung des illegalen Organhandels durch, während Christopher zum „best delegate“ seines Gremiums gewählt wurde und als Main-Submitter (Hauptübermittler) eine Mehrheit für seine Resolution zum Thema Naturkatastrophen gewinnen konnte. „Diesmal nahmen 700 Schüler teil, die sich auf elf Gremien aufteilten. Man kann sich also vorstellen, wie überzeugend unsere Schüler waren“, lobte Ahmad. „Nun sind alle erschöpft von den zähen, aber auch anregenden Verhandlungen und freuen sich auf die nächste OLMUN.“ - dr

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