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Feuerwehr Wildeshausen hat vier Einsätze in neun Stunden: Toter in einer Wohnung

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Von: Dierk Rohdenburg

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Einsatz im verrauchten Mehrparteienhaus: die Wildeshauser Feuerwehr hatte am Dienstag viel zu tun.
Einsatz im verrauchten Mehrparteienhaus: die Wildeshauser Feuerwehr hatte am Dienstag viel zu tun. © NSN

Wildeshausen – Was für ein Tag für die ehrenamtlichen Kräfte der Wildeshauser Feuerwehr: Gleich vier Mal mussten sie am Dienstag ausrücken. Einmal kamen sie zu spät, eine hilflose Person war bereits vor geraumer Zeit verstorben.

Die Alarmierungen begannen in den Mittagsstunden und endeten mit dem Großeinsatz gegen Mitternacht bei einem Kellerbrand an der Visbeker Straße.

Um 14.35 Uhr wurden die Rettungskräfte zur Diakonie Himmelsthür an der Dr.-Klingenberg-Straße gerufen. Dort hatte der Rettungsdienst Alarm ausgelöst. Nach einer Patientenversorgung waren die Kräfte auf dem Weg zurück zum Einsatzfahrzeug im Aufzug eines Gebäudes stecken geblieben. „Wir befreiten die Kollegen sowie eine Verantwortliche des Hauses aus dem Aufzug, schalteten diesen stromlos und rückten danach wieder ein“, berichtet Feuerwehrpressesprecher Daniel Engels.

Wenig später, um 15.14 Uhr, wurde eine hilflose Person in einer Wohnung an der Tulpenstraße gemeldet. Sie war schon länger vermisst worden. „Wir verschafften uns Zugang zur Wohnung, sodass der Rettungsdienst zu dem Patienten vordringen konnte. Leider kam jede Hilfe zu spät. Die Person war bereits verstorben“, berichtete Engels.

Eine halbe Stunde später, um 15.44 Uhr, ging es für die Einsatzkräfte zum Narzissenweg, wo der Rettungsdienst Unterstützung angefordert hatte. „Wir unterstützten dabei, den Patienten aus dem ersten Obergeschoss nach unten in den Rettungswagen zu bringen“, erläuterte Engels.

Sieben Stunden hatten die Ehrenamtlichen dann Ruhe, bevor es um 22.50 Uhr zu einem Kellerbrand an die Visbeker Straße ging. Vermutlich wegen einer Brandstiftung gab es in dem Mehrparteienhaus eine starke Verrauchung, sodass rund 50 Personen gerettet werden mussten. Drei Menschen holte die Feuerwehr mit der Steckleiter aus dem Obergeschoss, zwei Personen wurden mit einer Fluchthaube durch das Treppenhaus nach unten gebracht.

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