Studentin Neele Harms hat Fragebogen für die Innenstadt entwickelt/HGV und MIT unterstützen Projekt und hoffen auf Erkenntnisse

Nun werden die Kaufleute um ihre Meinung gebeten

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Neele Harms (l.) startet am Freitag mit der Einzelhandelsbefragung in Wildeshausen. HGV und MIT freut das.

Wildeshausen - Jetzt sind die Wildeshauser Einzelhandelsbetriebe in der Innenstadt gefragt: Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit möchte Neele Harms, Studentin an der Hochschule Osnabrück, von 80 bis 100 Ladeninhabern im Zentrum wissen, wie sie ihre Situation einschätzen, welche Sortimente sie haben und was sie sich an Verbesserungen wünschen.

Harms ist seit Februar als Praktikantin im Stadtmarketingbüro von Wildeshausen bei Daniela Baron tätig. In diesem Rahmen hatte sie die Erarbeitung des Einzelhandelsgutachtens durch das Büro Dr. Lademann intensiv verfolgt. In der Expertise wurden die Sortimentsflächen mengenmäßig erfasst und die Kunden nach ihrem Einkaufsverhalten gefragt. Die Sicht der Einzelhandelsbetriebe wurde dabei jedoch nicht berücksichtigt. Das verwunderte Harms: „Die Betriebsinhaber sind Experten im Einzelhandelsbereich und können am besten einschätzen, welche Sortimente fehlen oder welche städtebaulichen Maßnahmen Wildeshausen ergreifen müsste, um sich als Einkaufsstandort noch besser zu profilieren.“

Aus diesem Grund hat sich die 22-jährige Wildeshauserin in Abstimmung mit dem Handels- und Gewerbeverein (HGV), der Mittelstandsvereinigung Wildeshausen (MIT), der Stadt und der Arbeitsgruppe Einzelhandelssortimente zu einer ergänzenden Analyse entschieden. Sie konzipierte einen Fragebogen, mit dem Daten zum Betrieb, dem Einzelhandelsstandort Wildeshausen und der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung abgefragt werden.

„Anscheinend hat sie damit eine Marktlücke aufgetan“, so Baron, „denn ihre Recherchen haben ergeben, dass derartige Untersuchungen bislang in kaum einer Stadt durchgeführt wurden. Für uns ist das ganz wertvolles Datenmaterial.“

Ziel der Abfrage ist es, die Situation des Einzelhandels in Wildeshausen zu erfassen, Problemlagen zu erkennen und daraus Handlungsempfehlungen zur Entwicklung und Verbesserung der Situation abzuleiten.

Ab heute wird Harms den Fragebogen persönlich in den Geschäften der Innenstadt abgeben und wieder abholen. Das soll für eine möglichst hohe Rücklaufquote sorgen.

„Hut ab! Eine tolle Idee!“, lobte HGV-Vorstand Tom Lagerpusch. „Es ist gut, wenn wir in den Dialog kommen“, fand Helmut Rang vom MIT-Vorstand.

Die Angaben der Betriebe werden streng vertraulich behandelt und anonym ausgewertet. Die Arbeit muss in sechs Wochen fertiggestellt sein. Die Ergebnisse sollen öffentlich vorgestellt werden und sind dann auch bei der Stadt Wildeshausen erhältlich.

dr

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