Verbraucher werden durch Brief informiert

Stromversorger pleite – Kunden landen bei der EWE in Oldenburg

Stromlieferant insolvent: Die Kunden erhalten aber weiterhin Energie von ihrem Grundversorger.
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Stromlieferant insolvent: Die Kunden erhalten aber weiterhin Energie von ihrem Grundversorger.

Landkreis – In den kommenden Tagen werden einige Stromkunden, die bei der Gesellschaft „Stromio“ (Grünwelt) ihren Strom bezogen haben, Post von der EWE Netz erhalten. In dem Schreiben wird ihnen mitgeteilt, dass sie ab Mittwoch, 22. Dezember, nicht mehr von „Stromio“ beliefert werden.

Diese Aufgabe hat bis auf Weiteres der örtliche Grundversorger EWE Vertrieb übernommen. „Somit steht auch nach der Insolvenz des bisherigen Versorgers niemand im Dunkeln“, erklärt Pressesprecherin Nadine Auras. Ihren Angaben zufolge sind von der Ersatzbelieferung im gesamten Verbreitungsgebiet der EWE Kunden in einer niedrigen fünfstelligen Zahl betroffen. „Diese werden von der EWE Netz informiert“, so Auras. Es folge dann später noch ein Brief des neuen Versorgers EWE Vertrieb, in dem die Neukunden begrüßt würden.

Die Kunden müssen zunächst nichts tun, erklärt die EWE. Allerdings ist es jedem Ex-Stromio-Kunden freigestellt, sich schnellstmöglich einen neuen Versorger zu suchen oder einen anderen Vertrag mit der EWE abzuschließen. Das unter anderem deshalb, weil die Tarife in der Grundversorgung in der Regel teurer sind, als andere Angebote.

Die Ersatzversorgung dauert maximal drei Monate

Das gilt übrigens auch für Kunden des Unternehmens „Gas.de“, das ebenfalls Insolvenz angemeldet hat und zur Grünwelt-Gruppe gehört. In beiden Fällen hat EWE den Netzzugang fristlos gekündigt, da die Belieferung nicht mehr sichergestellt werden konnte. Das wiederum liegt an den deutlich gestiegenen Energiekosten, die die Kalkulation der Gas- und Stromdiscounter nicht mehr rentabel gemacht hat.

Die Ersatzversorgung dauert maximal drei Monate. Sollten die Kunden in diesem Zeitraum keinen neuen Energieliefervertrag mit einem Lieferanten ihrer Wahl abgeschlossen haben, kommt durch die weitere Strom-/Gasentnahme in der Regel ein Grundversorgungsvertrag mit dem örtlichen Versorger zustande.

Wer seinem bisherigen Lieferanten Vorauszahlungen geleistet hat, dürfte allerdings laut EWE Netz Schwierigkeiten bekommen, das Geld zurückzuerhalten. Es handelt sich um eine privatrechtliche Angelegenheit zwischen dem Kunden und dem bisherigen Lieferanten, die vertraglich geregelt ist. Eventuell lohne es sich, einen Anwalt zu nehmen, um Forderungen zu stellen.  

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