Marko Bahr: Haben wichtigere Projekte

FDP strikt gegen Platz mit Kunstrasen

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Die Sportplätze in Wildeshausen sind nach Ansicht der FDP in einem guten Zustand.

Wildeshausen - Nicht überall stößt der Antrag der CDU-Fraktion, im Krandel einen Kunstrasenplatz mit Flutlichtanlage sowie Sanitärräumen zu errichten, auf Zustimmung. Die FDP-Fraktion im Stadtrat ist auf jeden Fall strikt dagegen, wie sie in einer Mitteilung zu unserer Berichterstattung von Dienstag ausführt.

„Bereits bei den Haushaltsberatungen haben wir auf die aktuelle Verschuldung der Stadt Wildeshausen von mehr als 13 Millionen Euro hingewiesen und die Notwendigkeit diverser Anträge und Maßnahmen infrage gestellt“, so Fraktionsvorsitzender Marko Bahr. „Insbesondere der vom Vorsitzenden des VfL und zugleich Fraktionsvorsitzenden der CDU, Wolfgang Sasse, wiederholt geforderte Kunstrasenplatz ist in unseren Augen eine Investition, die erst nach den dringend zu lösenden Problemen unserer Stadt auf die Tagesordnung kommen sollte.“ 

FDP: Entlastungsstraße und Krippenplätze sind wichtiger

Die Liberalen werden nach eigenen Angaben nicht müde, auf die dringend benötigte Entlastungsstraße, fehlende Krippenplätze und die Lösung der Raumnot an Grund- und weiterführenden Schulen zu verweisen. „In der Vergangenheit wurden diese wichtigen Punkte immer mit dem Verweis auf die Haushaltslage und das nicht vorhandene Geld abgelehnt oder eine Entscheidung verschoben“, so Bahr. „Wir erinnern nur an die Diskussion um die Grundschulen. Jetzt bei dem Antrag auf Finanzierung eines Kunstrasenplatzes im Krandel auf die gute Haushaltslage, die steigenden Steuereinnahmen und die Senkung der Kreisumlage zu verweisen, klingt in unseren Ohren nach blankem Hohn.“

Als FDP-Fraktion sei man für eine gute Infrastruktur, die die Stadt attraktiver macht. Dazu gehörten in erster Linie grundlegende Einrichtungen wie Straßen, Krippen, Kindergärten und Schulen. „Alles Einrichtungen, über die wir seit Monaten diskutieren“, so Bahr. „Wir haben an fast allen Schulen Containerklassenräume stehen, und auch dieses Jahr werden wieder Krippenplätze fehlen. Hier sollten nach unserer Auffassung Schwerpunkte des Handelns liegen und zukunftsfähige Lösungen geschaffen werden. Unsere Sportstätten sind in einem guten Zustand, bedürfen keiner grundlegenden Sanierung. Hier mehr als 600.000 Euro auszugeben, ist ein Luxusproblem, das sich Wildeshausen vor dem Hintergrund der aktuell bestehenden Probleme nicht leisten kann.“

Die Liberalen fordern, die erwarteten Mehreinnahmen für die Stadt als Rücklage für die Beseitigung der Raumnot an den Schulen, für die Entlastungsstraße, Krippenplätze, andere dringende Projekte oder auch den Schuldenabbau zu verwenden. „Durch den Schuldenabbau können wir unseren Kreditrahmen für künftige Investitionen erhöhen und sind in der Lage, auch größere Projekte umzusetzen, alles ohne langwierige Diskussionen über das Geld und ohne zwingend auf Notlösungen angewiesen zu sein“, schreibt Bahr.

dr

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