Polizei erhöht Infektionsschutz

Streifendienst in festen Schichten

Maske tragen ist Vorschrift: Die Polizei stellt sich auf Omikron ein.
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Maske tragen ist Vorschrift: Die Polizei stellt sich auf Omikron ein.

Landkreis – Was tun, wenn die Coronavirus-Variante Omikron zuschlägt und die Polizei lahmlegt? Damit es gar nicht so weit kommt, hat die Inspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch die Arbeitsabläufe so angepasst, dass Kontakte untereinander so gering wie möglich gehalten werden. Zudem gilt Maskenpflicht.

Nach Angaben von Polizeipressesprecherin Ricarda von Seggern sind in der Inspektion in Delmenhorst 270 Angestellte und in Wildeshausen mit den Stationen Harpstedt, Dötlingen, Ganderkesee, Wardenburg und Großenkneten 180 Bedienstete betroffen. In Wildeshausen sei es von großem Vorteil, dass im Sommer ein wesentlich größeres und modernes Gebäude bezogen werden konnte.

In Hinblick auf die zu erwartende Dominanz der deutlich ansteckenderen Omikron-Variante des Virus" bedarf es laut Polizeipressestelle „der bestmöglichen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen sowie einer größtmöglichen Kontaktreduzierung“, um die Verfügbarkeit des Einsatz- und Streifendienstes zu erhalten. „Die Dienstverrichtung erfolgt aus diesem Grund zum Beispiel in festen Schichten“, betont von Seggern.

Kohorten vor Ort und Homeoffice

Diese Maßnahme habe sich schon vor rund einem Jahr bewährt, als die Ansteckungsgefahr im Winter und Frühling – damals noch ohne verfügbaren Impfstoff – extrem hoch war. „Auch in allen anderen Dienstbereichen – Ermittlungsdienst, Verwaltung, Leitung, – werden Kohorten gebildet und räumlich funktionale Trennungen vollzogen sowie auf das Homeoffice zurückgegriffen“, erläutert von Seggern weiter. „Der Schwerpunkt liegt auf Einzelbüros, die Arbeit in Doppel- beziehungsweise Mehrfachbüros wird im Einzelfall geprüft.“

Eine Dienstübergabe ist aktuell nur noch per E-Mail oder Eintrag in den Computer sowie im persönlichen Kontakt mit FFP2-Maske vorgesehen. In den Gebäuden herrscht ohnehin überall Maskenpflicht. Davon ausgenommen ist lediglich der eigene Arbeitsplatz. „Bei unmittelbaren dienstlichen Kontakt zu anderen Personen außerhalb der eigenen Kohorte, ist in allen geschlossenen Räumen eine FFP2-Maske zu tragen“, so von Seggern. „Darüber hinaus testen alle Mitarbeitenden sich in regelmäßigen Abständen selbst.“

Hilfe zur Not auch aus einer anderen Inspektion

Sollte es dennoch zu Dienstausfällen kommen, wird in erster Linie aus der eigenen Inspektion heraus unterstützt. Sollte es zu so vielen Infektionen kommen, dass inspektionseigene Kapazitäten ausgeschöpft sind, wird inspektionsübergreifend unterstützt. Dementsprechende Konzepte wurden laut Polizeipressestelle ausgearbeitet und situationsbedingt angepasst.

Schwierig ist insbesondere der Kontakt der Polizei zu Personen, die keinen Mund-Nasen-Schutz tragen wollen. Bei den „Abendspaziergängen“ hatte es die Polizei am Montagabend in Delmenhorst mit 400 Bürgern, in Hude mit 60, in Wildeshausen mit 30 und in Ahlhorn mit 20 Menschen zu tun, die – obwohl nicht angemeldet – als Versammlung angesprochen wurden und eigentlich eine Maske zu tragen hatten.

In Wildeshausen verließen die Bürger daraufhin den Versammlungsort und zogen durch die Innenstadt – ohne Mund-Nasenschutz.

In Delmenhorst wurden die „Abendspaziergänger“ von der Polizei auch als Versammlung angesprochen. Dort gab es aber keine Auflage, einen Schutz zu tragen, weil laut Polizei die Abstände während des Gehens eingehalten wurden.  

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